100 Jahre Hannover im Film

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Das Medienhaus Hannover, das Filminstitut Hannover und die Gesellschaft für Filmwissenschaft veranstalten in diesem Jahr eine Veranstaltungsreihe mit filmhistorischen Dokumenten zur Geschichte der Stadt Hannover. Der Film ist fester Bestandteil des historischen Gedächtnisses der Stadt Hannover. Oft waren es die Kommunen selbst, die Filme zur Image- oder Tourismusförderung in Auftrag gegeben und so zum Aufbau eines Bewegtbildbestandes beigetragen haben. Diese und Filme, die durch andere Initiativen oder Motivationen entstanden sind, spiegeln wie keine andere Quelle die Geschichte der Stadt im 20. Jahrhundert wider.

DER STRAFVERLAUF HANNOVER (1924)
5 Minuten
Der Film nimmt Bezug auf den Fall des gerade verurteilten Serienmörders Fritz Haarmann. Die Bilder zeigen Aufnahmen der Innenstadt und der Altstadt von Hannover, Orte, an denen Haarmann gelebt oder sich aufgehalten hat. Seine Bedeutung gewinnt der Filmausschnitt dadurch, dass er die ältesten bewegten Bilder der Innenstadt Hannovers präsentiert und auch einen Teil des Lebens auf der Straße zeigt.

DER BAU DES HOCHHAUS-ANZEIGERS (1929)
7 Minuten
Dieser Film zeigt die Bauarbeiten an einem der bedeutendsten Gebäude Hannovers, fast schon ein Wahrzeichen der Stadt: Das Anzeigerhochhaus wurde von Fritz Höger in den Jahren 1926-1928 erbaut und gilt als eines der Hauptwerke der Repräsentanten. des plattdeutschen Expressionismus.

EILENRIEDERNEN 1931
5 Minuten
Das Eilenriede-Rennen war ein internationales Motorradrennen des ADAC, das von 1924 bis 1955 mit Unterbrechungen ausgetragen wurde. Die Rennstrecke umfasste einen 4,8 km langen Dreieckskurs durch Eilenriede. Das Rennen von 1931 fand am 22. März statt. Es hatte zuvor geregnet und die Strecke war teilweise matschig und rutschig. Der Film zeigt zunächst Aufnahmen von Rennvorbereitungen und Tests. Die Gesichter und Brillen der Fahrer wurden schnell schmutzig. Und es wird gemunkelt, dass einige Fahrer wegen schlechter Sicht mehr Runden ins Rennen gefahren sind.

DAS GESICHT EINER STADT (1932)
37 Minuten
Der Film „Das Gesicht einer Stadt“ ist Hannovers wichtigster Vorkriegsfilm. Der besondere Charakter des Films liegt darin, dass es sich einerseits um einen modernen und technisch sehr gut gemachten Lehrfilm über den Aufstieg und die Entwicklung einer Stadt vom Mittelalter bis zur Gegenwart handelt. Andererseits ist “Das Gesicht einer Stadt” ein moderner Imagefilm aus den 1930er Jahren. Die verschiedenen Wirtschafts- und Lebensräume der Stadt Hannover werden ansprechend präsentiert.

HANNOVER IM VERKEHRSFILM (1937/38)
14 Minuten
Der Film ist im Rahmen einer Lehrfilmreihe zum Zweck der Verkehrserziehung und des Fahrschulunterrichts entstanden. Die Aufnahmen für den Film entstanden in und um Hannover. Die Verkehrssituationen werden hauptsächlich mit einem weißen Bugatti-Sportwagen und einer Hanomag-Limousine gezeigt. Wenig überraschend ist der Fahrer eines Sportwagens oft der Idiot im Verkehr (schlechtes Beispiel), die Limousine zeigt, wie es besser geht.

Moderation und Einführung in die Filme: Detlef Endeward, Dr. Pedro Stettner

Wetter: Mittwoch, 18. Mai 2022 um 20:00 Uhr
Standort: Medienhaus Hannover, Schwarzer Bär 6, 30449 Hannover (Eingang: Minister-Stüve-Straße)
Eintrag: 7 €

Weitere im Laufe des Jahres 2022 geplante Themen:

  • Juni 2022: Zweiter Weltkrieg und Wiederaufbau nach 1945
  • Juli 2022: Stadtentwicklung in den 50er und 60er Jahren
  • September 2022: Hannover in den 1960er Jahren
  • Stadtplanung und Verkehrsplanung in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren
  • September 2022: Die bunten 70er
  • Oktober 2022: Oben und unten: Große Bauprojekte
  • November 2022: Hannover in den 80er Jahren