Anleihen profitieren von schwachen Aktien | Nachrichten

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Erleichterung am US-Rentenmarkt nach Veröffentlichung der US-Inflationsdaten, nicht weil die Jahresinflation leicht gesunken ist, sondern weil ein einflussreiches Mitglied des Federal Open Market Committee seine Gedanken zu Zinserhöhungen um 75 bp nicht geäußert hat. Unterdessen zeichnet sich seitens der EZB ein wahrscheinlicher Zinserhöhungspfad ab. Nach einer kurzen Erholung fallen die Aktienmärkte nun wieder. Konjunktursorgen und das Warten auf „Tauchkäufer“ lassen sogar befürchten, dass die Tiefststände vom vergangenen Montag heute abgesenkt werden.

Ein klares „Ja“ und ein ebenso klares „Nein“ waren die Antworten auf die gestrige Frage. US-Inflationsbericht. „Ja“, die Jahresinflation fiel im April von 8,5 % auf 8,3 %, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die März-Zahlen den Höhepunkt dieses Inflationszyklus markierten. Und „nein“, wir sollten nicht davon sprechen, dass der Inflationsdruck ernsthaft nachlässt. Die monatliche Inflation war für den allgemeinen Index (+0,3 %) und insbesondere für die Kernrate (+0,6 %) stärker als erwartet. Leichte Preisrückgänge in einigen Warengruppen wie Bekleidung und Gebrauchtwagen wurden durch kräftige Preissteigerungen etwa bei Neuwagen und im Flugdienstbereich kompensiert. Preisbestimmend war insbesondere die Entwicklung der Mietkosten und Mietäquivalente für Eigentumswohnungen. Gerade letzteres ist eine von Monat zu Monat relativ wenig schwankende Entwicklung, sodass der bereinigte Wohnungsmarkt auch in den kommenden Monaten einen großen Beitrag zur Gesamtinflation leisten dürfte.

Unter dem Strich lagen die Inflationszahlen über den Erwartungen der Ökonomen. Die erste Reaktion des Marktes war, was man in diesem Fall erwarten würde: Aktien fallen, Dollar steigen. Der Renditeanstieg am Rentenmarkt war jedoch nur von kurzer Dauer. James’ Äußerungen könnten einer der Gründe für die gute Unterstützung am US-Treasury-Markt sein, die bis heute Morgen anhält. Bullard ist gewesen. Bullard gilt als der ausgesprochenste geldpolitische Falke im Federal Open Market Committee. Seine ehrgeizigen Einschätzungen der geldpolitischen Ausrichtung der Zentralbank sind jedoch in den letzten Monaten wiederholt zu einer übereinstimmenden Ansicht innerhalb des FOMC geworden. Ob das Ende der Anleihekäufe im März, Zinserhöhungen in 50-Bp-Schritten oder seine Forderung nach „100 Basispunkten bis zur Jahresmitte“ – all dies ist geschehen oder gilt als gerechtfertigt. Es war auch Bullard, der vor einigen Wochen die Diskussion über die Möglichkeit einer Zinserhöhung um 75 Basispunkte eröffnete. Fed-Chef Jerome Powell wies solche Überlegungen auf der Pressekonferenz nach der letzten FOMC-Sitzung vor einer Woche zurück. Die gestrigen Inflationsdaten hätten Bullard im Grunde eine Chance gegeben, das Thema „75 bps“ wiederzubeleben. Er tat es jedoch nicht. Stattdessen betonte er, dass 75-bp-Bewegungen nicht Teil seines Basisszenarios seien. Diese Aussage sollte dazu beitragen, den Ball in Zukunft flach an den Märkten zu halten. Allerdings bekräftigte Bullard auch sein Zinsziel für Ende dieses Jahres: 3,50 %. Dies würde eine Erhöhung um 50 Basispunkte für jede der verbleibenden fünf FOMC-Sitzungen erfordern. Über diese Einschätzung besteht (bisher) weder innerhalb der Fed noch an den Märkten Konsens.

teilweise EZB kündigte die Präsidentin der Federal Reserve, Christine, an lagarde Gestern gab es recht deutliche Anzeichen dafür, dass für die Sitzung am 21. Juli bereits eine erste Zinserhöhung auf der Tagesordnung stehen würde. Eine Vielzahl von Ratsmitgliedern hatte sich zuvor in diese Richtung geäußert. Ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg Sie zitierten ungenannte Quellen aus dem Kreis der Notenbankvertreter, wonach sich im geldpolitischen Rat eine Mehrheit bilde, die auf ein positives Leitzinsniveau zum Jahresende hindeute. Dies würde eine Zinserhöhung von jeweils 25 Basispunkten für Juli, September und Dezember bedeuten. Am Markt gilt diese Einschätzung laut Geldmarkt durchaus als „Konsens“.

Generell erwecken die Vertreter der Notenbank den Eindruck, dass sie das Inflationsrisiko stärker abwägen als das mögliche Rezessionsrisiko. An den Märkten hingegen scheinen die Rezessionsängste die Inflationsängste überwogen zu haben. Anhaltend schwache Aktienmärkte verhindern einen erneuten Anstieg der Anleiherenditen (über „Safe Haven Flows“). Immersionskäufer, die Kursrückgänge an den Aktienmärkten gerne als Einstiegsmöglichkeit nutzen, halten sich bislang zurück. Daher ist zu befürchten, dass die Talsohle bei den Börsenindizes noch nicht erreicht ist; Auf der anderen Seite könnten die Anleihenmärkte vorerst noch etwas Unterstützung erfahren …

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Der Beitrag Rente profitiert von schwachen Aktien erschien zuerst auf dem Blog von onemarkets (HypoVereinsbank – UniCredit Bank AG).