Bestätigter Ausblick: ProSieben-Aktie im Minus: ProSiebenSat.1 wächst dank höherer Werbeeinnahmen | Nachrichten

Posted on

Der MDAX-Konzern profitierte von einem starken Wachstum der Fernsehwerbeeinnahmen, während das operative Ergebnis wie angekündigt durch Investitionen belastet wurde. Trotz Ukrainekrieg, Pandemie und Eintrübung des Konsumklimas bestätigte der Konzern seinen Ausblick für das Gesamtjahr.

Der Umsatz stieg im Zeitraum Januar bis März um 2 Prozent auf 954 Millionen Euro. Analysten rechneten mit 945 Millionen Euro. Wachstumstreiber war erneut das Entertainment-Segment, das das lineare Fernsehen umfasst und den größten Geschäftsbereich darstellt. Hier stieg der Umsatz um 9 Prozent auf 663 Millionen Euro. Die Werbeeinnahmen stiegen im Quartal um 10 Prozent.

Im Segment Commerce & Ventures, in dem ProSieben Onlineshops und Portale zusammenfasst, sank der Umsatz unter anderem durch den Verkauf der Beteiligungen moebel.de und Amorelie auf 160 Mio. Euro nach 187 Mio. Euro im Vorjahr. Allerdings ging der Umsatz auch organisch zurück, etwa weil hohe Energiepreise das Geschäft des Vergleichsportals Verivox negativ belasten.

Im dritten Segment, dem Geschäft mit Dating-Portalen, sank der Umsatz auf 132 von 141 Millionen Euro. ProSieben hat die amerikanische Meet Group übernommen. Der Konzern hat kürzlich den Börsengang der neu gegründeten Parship Meet Group aufgrund des widrigen Marktumfelds ausgesetzt, beabsichtigt dies aber, sobald sich das Marktumfeld wieder erholt.

Das bereinigte Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging um 14 Prozent auf 123 Millionen Euro zurück. Analysten haben etwas weniger erwartet. ProSieben hatte aufgrund von Programminvestitionen ein niedrigeres Ergebnis angekündigt. Das bereinigte Ergebnis nach Steuern stieg um 14 Prozent auf 42 Millionen Euro.

Im laufenden Jahr strebt ProSieben unverändert ein Umsatzwachstum von rund 4,6 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,5 Milliarden Euro) und ein annähernd stabiles bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von rund 840 Millionen Euro an. Beim Umsatz gibt ProSieben eine Spanne von 100 Millionen Euro nach oben oder unten an, bei einem EBITDA von 25 Millionen Euro.

Die kriegsbedingten Unsicherheiten wirken sich laut ProSieben derzeit nicht auf die Aussichten für die Geschäftsentwicklung aus. Derzeit ist es noch schwierig, neue Entwicklungen vorherzusagen, und daher sind Prognosen mit Unsicherheiten behaftet.

ProSiebenSat.1-Dokumente verloren am Donnerstag über XETRA zeitweise 2,59 Prozent auf 9,42 Euro.

Von Matthäus Goldschmidt

FRANKFURT (Dow Jones)

Ausgewählte Hebelprodukte der ProSiebenSat.1 Media SEMit Knockouts können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel aus und wir zeigen Ihnen die passenden offenen Produkte in der ProSiebenSat.1 Media SE

Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen

Keine Daten

Weitere Neuigkeiten rund um die ProSiebenSat.1 Media SE

Bildquellen: Holger Rauner ProSiebenSat.1 Media AG, Jan Pitman/Getty Images