Birkacher Feld: Die Initiative ist wachsam und selbstbewusst – Birkach

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Die Initiative will den Wert des Lagers Birkach deutlich machen. Foto: Patrick Steinle


Seit der Bau des Birkacher Feldes wieder diskutiert wurde, regte sich Widerstand. Bisher, so hieß es bei einem Treffen des Aktionsbündnisses, habe man sich dagegen immer wehren können.

Spaziergänger, Radfahrer, Jogger – auf dem Birkacher Feld gibt es einige Menschen, die ihr Stückchen Natur genießen. Das Aktionsbündnis Birkacher Feld will ihn schützen. Sein Sprecher Matthias Lutz sagt: „Das Thema ist immer latent da.“ In der Vergangenheit gab es immer wieder Pläne, dort Wohnungen zu bauen. Dies steht derzeit auf der Tagesordnung des Stadtrats. Die Unzufriedenheit mit dem Aktionsbündnis ist groß, weil es im Wahlkampf 2019 nie thematisiert wurde.

Matthias Lutz und die anderen haben sich vorgenommen, früh bereit zu sein. „Der frühe Vogel fängt den Wurm“, erklärt die schnelle Positionierung. Das für vergangenen Donnerstag einberufene Treffen der Unterstützer diente dazu, über die Erneuerung der Bemühungen zu berichten und sich auszutauschen. Nur ein Dutzend Leute kamen, aber die Botschaft hätte ihnen klar sein müssen: “Auf uns können Sie zählen.”

Die Bedeutung des Birkacher Feldes

Das im Herbst 2020 gegründete Aktionsbündnis ist kein Verein, sondern wird von solchen und Privatpersonen getragen. Günter Seyfferth zum Beispiel kämpft seit mehr als 30 Jahren für die Bebauung des Birkacher Feldes. „Die Bedeutung des Birkacher Feldes für die Bevölkerung muss deutlich gemacht werden“, sagt Seyfferth, der den ständigen Widerstand gegen Bebauungspläne geradezu heroisch darstellt. „Wir wollen der Gemeinde zeigen, was für ein Schmuckstück wir hier haben.“

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Das Birkacher Feld erstreckt sich zwischen den Orten Birkach, Steckfeld und Asemwald. Das 65 Hektar große Gelände hat landwirtschaftlich und ökologisch viel zu bieten und ist gut fürs Klima. Ein dort entstehender Kaltluftkorridor ist wichtig für die umliegenden Täler. „Wenn man es drauf baut, wird es zur Heizung“, sagt Seyfferth mit dramatischer Miene. Dies würde aufgrund der daraus resultierenden engen Urbanisierung auch die umliegenden Städte betreffen. Und er fügt hinzu: „Stuttgart will irgendwann gebaut werden wie Mexiko-Stadt oder Kairo? Das kann die Stadt nicht wollen.“



Gespräch mit dem Bürgermeister und dem Bürgermeister des Gebäudes

Die neuen Wohneinheiten würden in ihren Augen die „Zerstörung der Lebensqualität“ bedeuten, viele Bürger würden den Platz in der Natur nutzen und schätzen. Allerdings will das Aktionsbündnis nicht negativ wahrgenommen werden. Man erkennt den Mangel an Wohnraum, sieht aber größere Chancen in der inneren Entwicklung. Am 29. Juli findet ein Treffen mit Oberbürgermeister Frank Nopper und Baubürgermeister Peter Pätzold statt.

Sprecher Matthias Lutz ist zuversichtlich, das Birkacher Feld vor der Bebauung retten zu können. “Aber es ist kein Selbstläufer.” Entgegen den Plänen des Gemeinderates macht eine Botschaft des Landtags dem Bündnis Mut. Er erklärt, dass die Regionalräte gegen die Änderung sind. Und schließlich haben sie das letzte Wort. Allerdings müsse man wachsam sein, sagt Lutz, neue Politiker hätten immer Entscheidungsgewalt. “Es gibt Leute, die dieses Feld bebauen wollen, das ist logisch.”