Bundrenditen erreichen neues Jahreshoch von 1,20 % | Nachrichten

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„Seilwanderung“ und „neue Ufer“: zwei Schlagworte, die wie ein Pfingstausflug klingen, sich aber auf US-Konjunkturdaten und die europäischen Performance-Aussichten beziehen. In den USA werden mittlerweile fast alle Datenveröffentlichungen daraufhin überprüft, wie gut sie denen in die Hände spielen, die vor Inflation warnen oder eine Rezession befürchten. Und in der Eurozone stehen einige kritische Renditeniveaus kurz davor, neue Höchststände zu erreichen.

Während die Aktien- und Devisenmärkte in den letzten Tagen ohne erkennbare Richtung auf und ab gegangen sind, ist die Anleihemarkt in der Eurozone, die heute Morgen zu neuen Ufern aufbricht. Die Renditen sind seit Anfang dieser Woche wieder gestiegen. Allein in den letzten drei Tagen ist die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen um mehr als 20 Basispunkte gestiegen. Heute morgen handelte die Benchmark-Anleihe teilweise über 1,20 % und damit auf einem neuen Jahreshoch. Parallel zum Bundmarkt stand auch der italienische Rentenmarkt unter Druck. Die 10-jährige BTP-Rendite ist seit Wochenbeginn sogar um rund 30 Basispunkte gestiegen. Das aktuelle Renditeniveau von 3,22 % liegt knapp unter dem am 9. Mai verzeichneten Jahreshoch von 3,23 %.

Die treibende Kraft hinter der Entwicklung der Rentenmärkte ist a Neujustierung des mittelfristigen Zinsausblicks. In den ersten drei Tagen dieser Woche haben die Geldmärkte eine volle zusätzliche Zinserhöhung von 25 Basispunkten über einen Einjahreshorizont eingepreist. Folglich liegt das Ziel für den erwarteten Zinserhöhungszyklus nun näher bei 1,50 % als bei 1,25 %. Treibende Kraft hinter der Entwicklung an den Geldmärkten sind die Inflationsdaten, die uns seit Montagmorgen um 6:30 Uhr mit den NRW-Zahlen umschwirren. Die Jahresinflation stieg in der Eurozone ebenso wie in Deutschland auf 8 %, auch wenn wir davon absehen, die marginalen Dezimalstellen auf höheren Niveaus zu nennen, was durchaus angemessen erscheint.

Nach einer außergewöhnlich langen Pause von acht Wochen findet die nächste Woche am kommenden Donnerstag statt. Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank Anstatt von. Auch eine Erhöhung der Leitzinsen wird bei dieser Sitzung nicht bekannt gegeben. Voraussetzung dafür ist die Beendigung aller Wertpapierkaufprogramme. Allerdings ist die EZB auch im Juni mit einer Schätzung von 20 Milliarden Euro noch am Markt aktiv. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass in einer Woche das Ende dieser Käufe Ende Juni oder Anfang Juli bekannt gegeben wird. Dies würde den Weg für eine erste Zinserhöhung bei der nächsten Ratssitzung am 21. Juli ebnen, fast elf Monate nachdem die Inflationsrate in der Eurozone erstmals die 3%-Marke überschritten hat. Ab diesem Wochenende werden sich Notenbankvertreter bis zur Pressekonferenz nicht mehr öffentlich zu aktuellen geldpolitischen Themen äußern. Nach aktuellem Zeitplan bleibt es ausgerechnet Robert Holzmann vorbehalten, dem wohl schärfsten Falken im geldpolitischen Rat, den Marktteilnehmern vor der Ratssitzung morgen früh die neuesten Einschätzungen zur Zinspolitik zu liefern.

In dem Vereinigte Staaten von Amerika Inzwischen sind sich Marktbeobachter unschlüssig, wann eine Wirtschaftszahl als „gut“ und wann als „schlecht“ einzustufen ist. Vermeintlich „gute“ Daten könnten die Fed zu einer weiteren Straffung der Geldpolitik verleiten und wären daher „schlecht“, wobei scheinbar „schlechte“ Indikatoren das genaue Gegenteil sind. Insofern wird es in diesen Tagen schwierig sein, einen Konsens über die Bewertung der zahlreichen Arbeitsmarktberichte zu finden (heute ADP und Jobless Claims, morgen Arbeitsmarktbericht). Ein klarer Trend an den USD-Märkten dürfte sich daher derzeit nicht abzeichnen.

Heute steht noch eine Sache auf der Tagesordnung. OPEC+-Treffeninwieweit Russland seinen Finanzierungsverpflichtungen noch nachkommen kann, dürfte diskutiert werden. Großbritannien währenddessen begibt er sich auf einen besonderen viertägigen Urlaub, denn morgen feiert die Queen ihr 70-jähriges Thronjubiläum, das nicht nur neue Ufer, sondern sogar ganz neue Dimensionen erreichen wird…

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Der Artikel Bundrenditen erreichen neues Jahreshoch von 1,20 % erschien zuerst im Blog von onemarkets (HypoVereinsbank – UniCredit Bank AG).