Daniel Brühl: „Tut mir leid, wir waren lästig“

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Daniel Brühl: „Tut mir leid, wir waren lästig“

Hauptrolle Berlin

Daniel Brühl: „Tut mir leid, wir waren lästig“




Berliner Morgenpost Mitwirkende: Peter Zander

07.06.2022, 21:05

| Lesezeit: 2 Minuten




August Diehl, Achim von Borries und Daniel Brühl (von links) mit Morgenpost-Redakteur Peter Zander im Zoo Palast.

August Diehl, Achim von Borries und Daniel Brühl (von links) mit Morgenpost-Redakteur Peter Zander im Zoo Palast.

Foto: Jörg Krauthöfer / FUNKE Fotoservice

20 Jahre später: August Diehl und Daniel Brühl präsentieren „Wofür Liebe in Gedanken ist“ in der Filmreihe „Hauptrolle Berlin“.

Es ist genau 20 Jahre her, seit dieser Film gedreht wurde. Und obwohl es ein Sommerfilm ist und man es ihm nicht ansieht, wäre er bei der Jahrhundertflut 2002 beinahe untergegangen. Deshalb hat Regisseur Achim von Borries seinen Film „Wie gut die Liebe in meinen Gedanken tut“ gestern Abend nicht nur in der Filmreihe „Hauptrolle Berlin“ präsentiert: Er hat die halbe Filmcrew mitgebracht. Und gemeinsam mit seinem Co-Autor Henk Handloegten und seinen Stars August Diehl und Daniel Brühl diskutierte er über die schwierigen Drehbedingungen.

Es regnete fünf Wochen lang und die Schauspieler mussten so tun, als würden sie in der sengenden Hitze schwitzen, während sie nasse Füße hatten. Aber „Kino ist eine Lüge“, wie Achim von Borries sagt. Alles eine Frage der Ausleuchtung durch die sympathische Kamera Jutta Pohlmann. Und neben den Sternen war immer jemand mit einem Fön, um sie zu trocknen. Für Borries und Handloegten war es die erste Auseinandersetzung mit den 1920er Jahren, sie gesteht, dass sie süchtig nach der Serie Babylon Berlin ist, bei der sie gemeinsam mit Tom Tykwer Regie führt und deren letzte Staffel im Oktober in die Kinos kommt.



Lesen Sie hier: Wie der Film „What good is love in your mind“ entstand


20 Jahre später: Auch für die Hauptdarsteller ist es verrückt, weil sie fast halb so alt waren wie jetzt. Mit viel Ironie erzählen sie, wie sie sich anfangs kritisch begegnet sind und sich bei der ersten Begegnung warten ließen. Doch dann verbrüderten sie sich im Handumdrehen, steckten immer wieder die Köpfe zusammen und hatten immer wieder neue und ungewöhnliche Ideen, mit denen sie ihren Regisseur ärgern konnten.

Der Film führte zu drei lebenslangen Freundschaften.

„Sorry nochmal“, sagt Brühl zu Achim von Borries im Zoo Palast, „dass wir uns so einen Kopf gemacht haben.“ Aber dieser Film ist für beide einer der wichtigsten, wie auch August Diehl betont. Und daraus, so Brühl, seien drei lebenslange Freundschaften entstanden. Die des Mannes zu seiner Rechten, Diehl, und die des Mannes zu seiner Linken, von Borries. Und zu den Problemen von Anna Maria, die damals ihre erste Hauptrolle spielte. Sie drehte an diesem Abend in einer anderen Stadt. Und er war laut Brühl untröstlich, dass er nicht da war.

Als nächstes in der Reihe wird am 5. Juli der Anthologiefilm Notes of Berlin gezeigt. Zu Gast ist dann Regisseurin Mariejosephin Schneider.