Das Geschäft mit dem Tod: Was verdienen Bestatter wirklich? | Nachrichten

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Bestatter übernehmen viele Aufgaben, neben der Bergung und dem Transport des Verstorbenen kümmert sich ein Bestatter auch um die Trauernden, indem er die notwendigen Dokumente erstellt und Hilfestellungen im Trauerprozess leistet. Bestattungsunternehmen sind daher sehr wichtig, wenn es um den richtigen Rahmen für eine Beerdigung geht.

Wie wird man Bestatter?

Seit 2003 lautet die korrekte Berufsbezeichnung „Bestattungsfachmann“. Der Bestatter plant mit der Familie die Beerdigung, kümmert sich um die Dekoration und bestellt den Grabstein oder die Urne.

Die Ausbildung zum Bestattungsfachmann dauert insgesamt drei Jahre und findet wie alle anderen Ausbildungsberufe im Wechsel zwischen Berufsschule und betrieblicher Ausbildung statt. Um diese Ausbildung zu beginnen, reicht in der Regel das Abitur.

Wie hoch ist das Gehalt eines Bestatters?

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit liegt das durchschnittliche Bruttomonatsgehalt eines Bestatters bei 2.604 Euro. Wenn der abgeschlossene Arbeitsvertrag einen Arbeitstag von 40 Stunden pro Woche vorsieht, würde das einen Stundenlohn von etwa 16 Euro bedeuten.

Bestattungsunternehmen haben jedoch keinen festen Arbeitszeitplan, da sie samstags und sonntags zu spät gerufen werden können. Um diese Umstände auszugleichen, kann das Festgehalt durch Zuschläge ergänzt werden. Diese sind arbeitsrechtlich geregelt und reichen von Zuschlägen für Sonntage bis hin zu Zuschlägen für Feiertage, einschließlich Silvester, Heiligabend oder Nachtarbeit. Der Zuschlag kann zwischen 25 und 150 Prozent des Grundgehalts betragen.

Neben der Ausbildung zum Bestattungsfachmann können Sie sich auch zum staatlich geprüften Bestatter ausbilden lassen. Danach ist auch eine Zusatzausbildung zum Bestattungsmeister möglich. Die Zusatzverdienste hängen jedoch vom jeweiligen Unternehmen ab.

Wer eignet sich für den Beruf des Bestatters?

Der Tod ist ein Geschäft der Bestatter. Dementsprechend brauchen Bestattungsunternehmen den Kontakt damit nicht zu fürchten. Wichtig ist auch, stets diskret und zuverlässig zu arbeiten.

Außerdem müssen die Bestatter in guter körperlicher Verfassung sein. Die örtlichen Gegebenheiten sind oft alles andere als komfortabel. Der anstrengende Transport über schmale Treppen gehört hier zum Alltag. Zudem sollten Bestattungsunternehmen stets ein gepflegtes Äußeres und Sinn für eine angemessene Gesprächsatmosphäre mitbringen.

Redaktion finance.net

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