Der Hans-Bausch-Medienpreis wird an eine Studie zur Informationskompetenz der Deutschen vergeben

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Stuttgart (Ost) –

Anna-Katharina Meßmer, Alexander Sängerlaub und Leonie Schulz nehmen den Preis entgegen – Preisverleihung per Livestream und vor Ort in der Alten Aula in Tübingen am Donnerstag, 19. Mai 2022, ab 18 Uhr.

“Quelle: Internet?” Getestet wird die digitale Nachrichten- und Informationskompetenz der deutschen Bevölkerung.“ Für diese Studie vom März 2021 erhielten Anna-Katharina Meßmer, Alexander Sängerlaub und Leonie Schulz den Hans-Bausch-Medienpreis des SWR. Sie untersuchten, wie gut die Probanden Desinformation erkennen und Quellen einordnen können, eine Fähigkeit, die in Zeiten des Medienwandels die Grundlage für eine eigenständige Meinungsbildung bildet Mit ihrer Studie geben sie einen Überblick über die aktuelle Nachrichten- und Informationskompetenz der Bevölkerung in Deutschland und leiten Empfehlungen für eine konkrete Medienbildungspolitik ab davon.

Eine Studie deckt Defizite in der journalistischen Grundbildung auf

Im Rahmen des News-Eignungstests wurden mehr als 4.000 Internetnutzer in Deutschland befragt und ausgewertet. Sie schnitten in fast allen Wettbewerbsbereichen überwiegend mittelmäßig bis schlecht ab. Sie fanden es schwierig, zwischen Desinformation, Information, Öffentlichkeit und Meinung zu unterscheiden. Deshalb fordern die drei Preisträger eine bessere digitale Schul- und Erwachsenenbildung und transparente journalistische Angebote.

Die Preisverleihung findet am Donnerstag, den 19. Mai 2022 in der Alten Aula in Tübingen statt. Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr, der Livestream beginnt um 18:30 Uhr. Journalisten können die Veranstaltung vor Ort oder per Livestream verfolgen. Wir bitten um Anmeldung bis zum 16. Mai unter:

Veranstaltung vor Ort (ab 18 Uhr): [email protected]

Liveübertragung (ab 18:30 Uhr): [email protected]

Debatte über gesellschaftliche Verantwortung in digitalen öffentlichen Räumen

Laut Jury ist die Studie „ein höchst gelungener Beitrag zur Debatte um gesellschaftliche Verantwortung im digitalen öffentlichen Raum. Die Handlungsempfehlungen richten sich nicht nur an die Öffentlichkeit, sondern fragen auch nach der Rolle und Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, des Journalismus, der Medienerziehung für alle Altersgruppen, nach der politischen Führung und der Regulierung der Plattform.

Handlungsempfehlungen senden ein klares Signal für den Journalismus der Zukunft

„Gut funktionierende Demokratien sind auf gut informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen“, sagt Professor Kai Gniffke, Intendant des SWR. „Die Studie betont auch unsere Verantwortung als Journalisten im digitalen öffentlichen Raum. Die klaren Empfehlungen schärfen unseren Blick und leisten einen wertvollen Beitrag zur journalistischen Praxisarbeit. Ich freue mich, dass der diesjährige Hans Bausch Medienpreis an ein Team geht, das sich verstärkt darum kümmert wichtige Bereiche der Information und journalistischen Bildung”.

Ausweitung der digitalen Bildung von der Vorschule auf die Hochschulbildung

Der Rektor der Universität Tübingen, Professor Bernd Engler, sagte, dass das deutsche Bildungssystem künftig mehr und mehr auf digitale Bildung setzen müsse, von der Kita bis zur Hochschule: „Wie bei jeder Technologie wird es darauf ankommen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene die neuen Möglichkeiten nicht nur technisch beherrschen, sondern auch das Missbrauchspotenzial verstehen und einen kritisch reflektierten Medienkonsum entwickeln. Auch aus diesem Grund wird die Hochschule den Bereich der digitalen Bildung zukünftig deutlich ausbauen, insbesondere in der Ausbildung künftiger Lehrkräfte.

Über die Autoren

Anna-Katharina Meßmer, promovierte Soziologin, leitet das Projekt zu digitalen Nachrichten und Informationskompetenz. Davor leitete er die Geschäftsstelle des Forschungsinstituts für gesellschaftliche Entwicklung (FGW) und arbeitete als Strategic Development Leader beim Meinungsforschungsinstitut Startup Civey.

Alexander Sängerlaub ist seit Januar 2021 Geschäftsführer und Mitbegründer des Think & Do Tank futur eins. Sein Fokus liegt auf dem Thema Digitalisierung von Öffentlichkeiten. Bis 2020 leitete er unter der Verantwortung der Stiftung Neue Projekte zu Desinformation, Faktenprüfung und digitaler Nachrichtenkompetenz.

Leonie Schulz ist für die Datenerhebung und -auswertung der Studie verantwortlich. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im gesellschaftspolitischen Bereich und im Wahlkampf. Derzeit leitet sie quantitative Forschungs- und Analyseprojekte bei der strategischen Forschungs- und Beratungsagentur polytix research gmbh, wo sie als Beraterin tätig ist.

Hintergrund: Der Hans-Bausch-Medienpreis des SWR

Die gemeinnützige Stiftung Hans Bausch Mediapreis des SWR dient der Förderung von Wissenschaft, Forschung und Innovation in der Medienbranche. Dies erfolgt insbesondere durch die Verleihung des gleichnamigen Medienpreises in Höhe von 5.000 Euro, der einmal jährlich für wissenschaftliche Arbeiten im deutschsprachigen Raum vergeben wird. Bei der Vergabe des Preises arbeitet der SWR eng mit dem Institut für Medienwissenschaft der Universität Tübingen zusammen.

Jury aus Experten aus Praxis und Medienforschung.

Dem Stiftungsrat und der Jury gehören an:

– Professor Kai Gniffke, Intendant des SWR und Vorsitzender von Vorstand und Jury des SWR Hans Bausch Medienpreises
– Stefanie Schneider, Leiterin Landesrundfunk beim SWR Baden-Württemberg
– Thomas Dauser, Leiter Innovationsmanagement und Digitale Transformation beim SWR
– Professorin Tanja Thomas, Lehrstuhl für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen mit dem Schwerpunkt Transformation der Medienkultur
– Professorin Martina Thiele, Inhaberin des Lehrstuhls für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen mit den Schwerpunkten Digitalisierung und gesellschaftliche Verantwortung
– Professor Sascha Dickel, arbeitet im Bereich Mediensoziologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit den Schwerpunkten Gesellschafts- und Medientheorie und digitale Partizipation.

Mehr zum Thema

http://swr.li/hans-bausch-mediapreis-auswerbung

Pressekontakt:

Hannah Basten, Unternehmenssprecherin Südwestrundfunk, Telefon +49 711 929-11030, [email protected]

DR Karl G. Rijkhoek, Universität Tübingen, Leiter Hochschulkommunikation, Tel. +49 7071 29-76788, [email protected]

Originalinhalt von: SWR – Südwestrundfunk, gesendet von news aktuell
Ursprüngliche Meldung: https://www.presseportal.de/pm/7169/5220300