Deutsche Gasförderung steigt 2021 leicht: Öl sinkt weiter | Nachrichten

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HANNOVER (dpa-AFX) – Die Erdgas-Eigenförderung in Deutschland ist im vergangenen Jahr zwar etwas gestiegen, das ändert aber vorerst nichts am langfristigen Trend eines Rückgangs. Das Niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat am Mittwoch im Wesentlichen die Daten für 2021 bestätigt, die die Rohstoffindustrie Ende März bekannt gegeben hatte. So stieg die Erdgasförderung auf nationaler Ebene im vergangenen Jahr leicht um 0,8 Prozent auf insgesamt rund 5,7 Milliarden Kubikmeter. Die heimische Ölförderung ging dagegen im Vergleich zu 2020 um 4,7 Prozent auf 1,8 Millionen Tonnen zurück.

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Nahezu alle laufenden deutschen Erdgasförderungsprojekte liegen in Niedersachsen und beim Erdöl aufgrund des Mittelplate-Feldes in der Nordsee zu einem großen Teil in Schleswig-Holstein. Seit Beginn des Ukraine-Krieges Ende Februar haben mehrere Länder verzweifelt nach Alternativen zu russischem Öl und Gas gesucht, und die Abhängigkeit ist nach wie vor sehr hoch. Pipelinegas wird in vielen Fällen durch verflüssigtes Erdgas (LNG) ersetzt, das beispielsweise aus den USA oder Katar per Schiff nach Europa transportiert werden kann.

Fördervolumen und Projekte sind in Deutschland seit einiger Zeit rückläufig. Angesichts der Diskussionen um die Energiesicherheit ist die Industrie zuletzt wieder ins Spiel gekommen; Demnach könnten zumindest kleinere Teile einer Importlücke aufgeholt werden. Laut Bundesverband Erdgas, Mineralöl und Geoenergie (BVEG) lag die Erdgasförderung in Deutschland im Jahr 2019 mit 6,1 Milliarden Kubikmetern sogar noch höher. 5 Prozent des deutschen Verbrauchs könnten so gesichert werden, hieß es.

Der BVEG hatte von einer Gasfördermenge von rund 5,2 Milliarden Kubikmetern bis 2021 gesprochen. Einer der Gründe für die Abweichung von den offiziellen Angaben könnten die unterschiedlichen Qualitäten bzw. Heizwerte der Gasgemische sein, die hauptsächlich aus Methan bestehen.

Die “Summe der sicheren und wahrscheinlichen Erdgasreserven” in Deutschland bezifferte das Landesamt kürzlich mit 42,2 Milliarden Kubikmetern, ein Minus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Öl fiel um mehr als 16 Prozent auf 22,9 Millionen Tonnen./jap/DP/nas