dpa-AFX Zusammenfassung: WIRTSCHAFT vom 06.08.2022 – 17:05 | Nachrichten

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ZUSAMMENFASSUNG: Wachstum der Eurozone im ersten Quartal stärker als bisher angenommen

LUXEMBURG – Meer Eurozone wuchs zu Beginn des Jahres viel stärker als bisher bekannt. Im ersten Quartal habe das Wirtschaftswachstum in den 19 Euro-Ländern 0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal betragen, teilte das Statistikamt Eurostat in Luxemburg am Mittwoch mit. Eine frühere Schätzung hatte ein Wachstum von nur 0,3 Prozent ergeben. Auch die 27 Länder der Europäischen Union (EU) sind von Anfang Januar bis Ende März deutlich stärker gewachsen als erwartet. Statt einem Plus von 0,4 Prozent liegt das Wachstum nun bei 0,7 Prozent. Im vierten Quartal wuchs die Wirtschaft insgesamt nur leicht.

Japans Wirtschaft schrumpfte weniger als erwartet

TOKIO – Japans Wirtschaft ist im ersten Quartal dieses Jahres erneut geschrumpft, aber weniger als erwartet. Nach einem Anstieg im Vorquartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der vor Deutschland drittgrößten Volkswirtschaft der Welt im Jahresvergleich um 0,5 Prozent gesunken, teilte die Regierung am Mittwoch auf Basis revidierter Daten mit. Zunächst errechneten die amtlichen Statistiker einen annualisierten BIP-Rückgang von 1,0 Prozent. Ökonomen hatten erwartet, dass die Rally im letzten Quartal 2021 nicht von Dauer sein würde. Allerdings erwarteten sie für das erste Quartal einen stärkeren Rückgang des BIP.

ZUSAMMENFASSUNG: Die OECD senkt die Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft

PARIS – Die OECD-Organisation der Industrienationen hat ihre Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft aufgrund des Krieges in der Ukraine deutlich gesenkt. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) teilte am Mittwoch in Paris mit, dass für das laufende Jahr nur noch ein Wachstum von 3 Prozent statt bisher 4,5 Prozent erwartet wird. Für das kommende Jahr wird ein Wachstum von 2,8 Prozent statt der bisher prognostizierten 3,2 Prozent erwartet. Als Folge des Krieges werde auch die Inflation höher ausfallen und länger anhalten als bisher angenommen, sagte OECD-Generalsekretär Mathias Cormann.

ZUSAMMENFASSUNG: Die deutsche Industrie steigert ihre Produktion nur leicht

WIESBADEN/BERLIN – Die deutsche Industrie hat ihre Produktion im April nur leicht gesteigert. Im Vergleich zum Vormonat sei die Gesamtproduktion um 0,7 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mit. Analysten hatten mit einem deutlicheren Plus von 1,2 Prozent gerechnet. Das sehr schwache Märzergebnis wurde von minus 3,9 auf minus 3,7 Prozent korrigiert.

Diesel in Deutschland knackt die 2-Euro-Marke: Kraftstoffpreise steigen weiter

MÜNCHEN – Die Wirkung der Mineralölsteuererleichterung lässt weiter nach. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt war Diesel am Dienstag nur noch 5,2 Cent billiger als am Vortag der Absenkung, wie der ADAC am Mittwoch mitteilte. E10 war 20,3 Cent billiger. Beide liegen deutlich unter dem Entlastungsniveau, das bei 35,2 Cent für Benzin und 16,7 Cent für Diesel liegt. Zudem bereitete sich Diesel am Mittwoch darauf vor, erneut die 2-Euro-Marke zu knacken.

ZUSAMMENFASSUNG: Ökonomen sind sich über Einkommenssteuern uneins: Koalitionsstreit

BERLIN – Unter Ökonomen und in der Koalition gibt es Streit um die Vorteile einer Kapitalertragsteuer für Mineralölkonzerne. Damit könnten zusätzliche Gewinne durch Preiserhöhungen nach Beginn des Ukraine-Krieges abgeschöpft werden. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hatte sich ebenso wie Politiker von SPD und Grünen für eine solche Steuer ausgesprochen, doch die Steuersenkung auf Benzin und Diesel zum 1. Juni war ein Fehler. „Denn die meisten der drei Milliarden Euro Steuergelder landen in den Taschen der Mineralölkonzerne“, sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher der Deutschen Presse-Agentur.

ÜBERBLICK: Streit um Getreideexporte: Kiew drängt auf EU-Beitritt

BERLIN/Kiew/ANKARA – Getreideblockade, Waffenübergabe und EU-Beitrittskandidatenstatus: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat am Mittwoch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert und über die drängendsten Fragen des seit mehr als 20 Jahren andauernden Konflikts gesprochen drei Monate. Bei den Gesprächen ging es darum, wie Getreideexporte der Ukraine auf dem Seeweg ermöglicht werden könnten, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit. Die russische Blockade ukrainischer Häfen hat den Getreideexport gestoppt, was zu einem Anstieg der Lebensmittelpreise und einer Verschärfung der Nahrungsmittelkrise in vielen armen Ländern, insbesondere in Afrika, geführt hat.

BRIEF 2: „Schwarzer Tag“ – Dämpfung des Klimapakets im EU-Parlament

STRASSBURG – Eine Reform des EU-Emissionshandels, des Herzstücks der europäischen Klimapolitik, ist im Europäischen Parlament zunächst gescheitert. Eine geplante Ausweitung des Systems auf Gebäude und Verkehr lehnte eine Mehrheit der Parlamentarier am Mittwoch ab. Der Gesetzentwurf wurde an den Umweltausschuss zurückgeschickt, um einen neuen mehrheitsfähigen Kompromiss zu finden. Auch wichtige Abstimmungen über einen CO2-Tarif an den EU-Außengrenzen und den sozialen Klimafonds für einkommensschwache Haushalte wurden verschoben.

USA: Verbraucherkredite steigen etwas schneller als erwartet

WASHINGTON – In den Vereinigten Staaten wuchsen die Verbraucherkredite im April etwas stärker als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat seien die Kredite um 38,1 Milliarden US-Dollar gestiegen, teilte die US-Notenbank in Washington am Dienstag mit. Ökonomen rechneten mit durchschnittlich 35,0 Milliarden US-Dollar. Die Kredite stiegen um revidiert 47,3 Milliarden US-Dollar von 52,4 Milliarden US-Dollar im letzten Monat.

RKI verzeichnet 84.655 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 238,1

BERLIN – Das Robert-Koch-Institut (RKI) bezifferte die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen auf 238,1. Das geht aus den Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Panels um 5 Uhr morgens widerspiegeln. Am Vortag lag der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner pro Woche bei 199,9 (Vorwoche: 207,0; Vormonat: 569,4). Die Inzidenz liefert jedoch kein vollständiges Bild der Infektionslage.

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ZUSAMMENFASSUNG: Sie lesen eine Zusammenfassung in der Konjunkturübersicht. Zu diesem Thema gibt es mehrere Berichte im Nachrichtendienst dpa-AFX.

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