Einen besonderen Auftritt hat das »Alpen Film Festival« in Füssen

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Einen besonderen Auftritt hat das »Alpen Film Festival« in Füssen

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Roger Schäli an der Eigernordwand
Roger Schäli besteigt die Eigernordwand. Ihre Erfahrungen sind im Film „North 6“ zu sehen. © Alpenfilmfest

Füssen – Am kommenden Dienstag, 14. Juni und Mittwoch, 15. Juni kommt das „Alpen Film Festival“ mit sechs Bergfilmen ins Alpenfilmtheater Füssen. Es gibt drei Shows pro Tag. Der Vortrag um 20 Uhr am Dienstag, 14. Juni, wird live moderiert.

Das „Alpen Film Festival 2022“ zeigt fünf Bergfilme, die das Kinopublikum auf eine bildgewaltige Reise in die Welt des modernen Alpinismus mitnehmen. In diesen Filmen sind die Berge die Protagonisten und der Mensch übt sich in Demut. Die narrative Poesie und rasante Dramaturgie der Kurzfilme prägen das Programm ebenso wie ihre Protagonisten und ihr erfrischender Humor. Spektakuläre Darbietungen werden ebenso gezeigt wie Momente der Stille, inneren Einkehr und Gelassenheit. Der Respekt vor der Bergwelt und den Bergmenschen steht dabei immer im Vordergrund, ganz im Sinne alpinistischer Werte wie Freundschaft, Vertrauen und Mitgefühl, die das Bergsteigen zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO machen.

Ausgestellt werden „7 Gipfel Bayerns“, in denen eine junge Frau und ein Bergführer mit viel Humor und Lebensfreude die sieben höchsten Berge Bayerns erklimmen und in Österreich landen. Ein ruhiger und nachdenklicher Film ist The Forgotten Way. Dies ist ein vergessener Weg in den Hohen Tauern. Highlight der Show ist „Nord 6“. Hier können Sie die sechs großen Nordwände mit den derzeit besten Bergsteigern durchsteigen. Im “Gerwentil” treffen die jungen Freerider aus dem Karwendel auf alte Werte. Von der Ästhetik des Skifahrens mit Respekt vor der Natur.

Alpine Kunst und Geschichte

Der Film „Die Kunst des Bergsteigens“ vermittelt alpine Kunst und Geschichte. Es geht um den Freigeist und Extrembergsteiger Reinhard Karl. Wenn ein Techno-DJ und Umweltaktivist zusammen mit einem der besten Tierfilmer einen Film dreht, toben die Tiere im Wald. Das Ergebnis war der Film „Whinneck“.

„Die Alpen sind ein Versprechen. Ein Berg voller Geschichte und Geschichten, voller Mythen und Geheimnisse, Märchen und Magie“, sagt Autor und Filmemacher Tom Dauer. „Die Alpen bieten uns Räume: um Abenteuer zu leben, sich zurückzuziehen, Grenzen zu erkunden, zu träumen und zu erschaffen. Deshalb habe ich Filme gewählt, in denen die Berge die Hauptdarsteller und die Menschen die staunenden Besucher sind“, erklärt Dauer.

Zusammenhalt, Verantwortung und Solidarität

„Das Rahmenprogramm ist ein Kaleidoskop des Bergsteigens. Bei unseren Filmen geht es nicht nur um sportliche Höchstleistungen, sondern um Zusammenhalt, Verantwortung und Solidarität“, ergänzt Festivalleiterin Sandra Freudenberg. Das Highlight unter den Filmen 2022 ist der Dokumentarfilm „Nord 6“ von Filmemacher Frank Kretschmann: Der gebürtige Nürnberger verfolgt den Versuch der beiden Bergsteiger Roger Schäli und Simon Gietl, die sechs großen Nordwände der Alpen, Great Peak, Piz Badile, Eiger, Matterhorn, Petit Dru und Grandes Jorasses zum Besteigen ohne anzuhalten. Sie beherrschen die riesigen Distanzen zwischen ikonischen Gipfeln auf dem Rennrad. Eine Leistung, die nicht nur alleine, sondern vor allem mit großem Teamgeist zu meistern ist.

2020 gründete Autorin Sandra Freudenberg das „Alpen Film Festival“. Mehr als 6.000 Zuschauer besuchten das Programm im Jahr 2021. Die alternative Kinoauswahl erreichte damit im Gründungsjahr den zweiten Platz im Genre.