Ever Shining Cinema bringt die Magie des Kinos zu sehbehinderten Zuschauern in Tibet

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Ever Shining Cinema bringt die Magie des Kinos zu sehbehinderten Zuschauern in Tibet

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Als der Animationsfilm „Ne Zha“ gezeigt wurde, nahmen die lebhaften Erzählungen und fabelhaften Abenteuer der mythologischen Figuren sehbehinderte Kinobesucher sofort in ihren Bann.

Dank eines öffentlichen Projekts namens Ever Shining Cinema kann der Film über den Dämon Ne Zha, der in eine liebevolle Familie hineingeboren und schließlich zum Helden wird, in einer Sonderschule in Lhasa, Tibet, gezeigt werden. Von den 250 Schülern der Sonderschule haben 51 Sehprobleme.

„Ich war sehr aufgeregt und ich liebe den Film“, sagte der sehbehinderte Student Lhamo Drolkar. “Das Projekt und seine zugänglichen Filme ermöglichen es uns, die Leinwand genauso zu genießen wie der durchschnittliche Kinobesucher.”

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Das Ever Shining Cinema-Projekt wurde Ende 2017 von der China University of Communications, Beijing Gehua CATV Network Co. Ltd. und Oriental Jiaying Media Co. Ltd. ins Leben gerufen. eingeleitet. Das Projekt wird synchronisierte Filme zeigen, um Menschen mit Sehbehinderungen die Magie des Kinos näher zu bringen. Bis Ende 2021 hatte das Projekt 416 barrierefreie Filme und eine barrierefreie Fernsehserie produziert. Bundesweit fanden 254 Charity-Vorführungen statt.

„Die lebhaften Charaktere in den Filmen lassen mich glauben, dass auch ich durch meine Bemühungen ein schönes Leben führen kann“, sagte Lhamo Drolkar.

„In Zukunft werden wir mehr und besser zugängliche Filme nach Tibet bringen. Wir hoffen, dass das öffentliche Bewusstsein für Barrierefreiheit auf dem Dach der Welt Fuß fassen kann“, sagte Zhao Shuping, Professor an der China University of Communications und Leiter des Projekts.

Anfang des Monats ist in China der internationale Vertrag von Marrakesch in Kraft getreten. Sein Hauptinhalt ist die Verpflichtung der Unterzeichner, bestimmte Beschränkungen oder Ausnahmen in ihren Urheberrechtsgesetzen zugunsten von Blinden, Sehbehinderten und anderen Menschen mit Lesebehinderungen vorzusehen. Damit soll sichergestellt werden, dass interessierte Personen einen größeren Teil der Werke barrierefrei abrufen können.

Experten gehen davon aus, dass dadurch ein breiterer Raum für die Produktion und den Vertrieb von barrierefreien Filmen und Fernsehwerken in China geschaffen wird.

Laut der zweiten nationalen Stichprobenerhebung zum Thema Behinderung gibt es in China etwa 17,3 Millionen Menschen mit Sehbehinderung.