Fahrer kracht in eine Menschengruppe: Hessischer Lehrer stirbt

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Fahrer kracht in eine Menschengruppe: Hessischer Lehrer stirbt

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Von: Kim Hornickel, Tobias Utz und Isabel Wetzel

Auseinander ziehen

In Berlin stürmt ein Autofahrer in eine Menschenmenge: Ein Mensch wird getötet, mehrere verletzt. Die Polizei ermittelt mit Hochdruck.

  • Unfall in Berlin: In der Rankestraße in Charlottenburg Ein Autofahrer prallte in eine Menschenmenge.
  • Ein Toter und Dutzende Verletzte: Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte sind in Berlin im Großeinsatz.
  • Auto kracht in Menschenmenge Der mutmaßliche Fahrer des in den Unfall verwickelten Autos wurde festgenommen.

Update für Mittwoch, 8. Juni, 19:20 Uhr: Nach der tödlichen Autofahrt in Berlin hat sich die Präsidentin des hessischen Landtags, Astrid Wallmann (CDU), zu Wort gemeldet. Auch die Politik drückte im Namen der Abgeordneten ihr tief empfundenes Beileid aus. „Ich bin tief betroffen von dem schrecklichen Vorfall“, sagte Wallmann am Mittwoch in Wiesbaden. „Der Hessische Landtag denkt an die Angehörigen des verstorbenen Lehrers und wir hoffen auf eine vollständige Genesung der Verletzten. Wir denken auch an die Kinder und Passanten, die diese schreckliche Fahrt vor Ort miterleben mussten.“

Wallmann erinnerte in diesem Zusammenhang an den Aufruhr in Volkmarsen. Vor zwei Jahren fuhr ein Autofahrer beim Rosenmontagsumzug in Volkmarsen mit seinem Fahrzeug in eine Menschenmenge. Dutzende Menschen wurden verletzt, darunter 26 Kinder. „Es ist mir unverständlich, wie ein Mensch mit seinem Auto in eine Menschenmenge fahren und unschuldigen Menschen vorsätzlich so viel Leid zufügen kann“, betonte der Landtagssprecher. “Ich hoffe, dass die Hintergründe der Todesfahrt aus Berlin vollständig aufgeklärt werden.”

Auto kracht in Menschenmenge: Schüler der Kaulbacher Schule in Hessen betroffen

+++ 17:00: Bei der Schülergruppe aus Bad Arolsen (Kreis Waldeck-Frankenberg) handelt es sich nach Angaben des hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein um eine zehnte Klasse. Wie unsere Redaktion erfuhr, kommen die Schülerinnen und Schüler von der Kaulbachschule. Laut Rhein wurde bei dem Vorfall in Berlin eine betreuende Lehrerin getötet. „Diese schockierende Nachricht aus Berlin macht mich fassungslos und tief betroffen. Meine Gedanken sind bei den Opfern, die überglücklich auf einem Klassenausflug in die Hauptstadt waren. Den Angehörigen der verstorbenen Lehrerin spreche ich mein tiefstes Beileid aus Verletzte wieder vollständig genesen. Hessen hat der Stadt Berlin jede Art von Unterstützung angeboten”, sagte Beuth am Mittwochnachmittag.

Auch Hessens Kultusminister Alexander Lorz zeigte sich besorgt und erklärte: „Wir haben sofort Notfallteams nach Bad Arolsen entsandt, um Angehörigen, Mitschülern und Lehrern zu helfen. Ein Team der Schule ist auf dem Weg nach Berlin, um die Jugendlichen vor Ort und ihre Eltern zu unterstützen.“ . Neben der Aufklärung dieses Vorfalls ist es wichtig, dass die Schüler über die traumatischen Erfahrungen sprechen können.“ Auch der hessische Innenminister Peter Beuth betonte: „Die Kommunen tun alles, um diesen Vorfall aufzuklären Die Berliner Polizei ermittelt unter Hochdruck in alle Richtungen. Ich danke den beteiligten Kräften der Bundeshauptstadt für ihr Engagement.“

Auto fährt in Berlin in Menschenmenge
Polizei sichert Spuren am Tatort. © Fabian Sommer/dpa

Berlin: Autofahrer rast in Menschengruppe – Innensenator bestreitet die Übernahme der Verantwortung

+++ 16:45: Die Berliner Innensenatorin Iris Spranger widersprach dem Bericht der Berliner Zeitung, dass im Auto ein Bekennerschreiben gefunden worden sei. Es wurden nur Zeichen gefunden. “Es sollte Plakate geben, auf denen von der Türkei die Rede ist”, erklärte Spranger.

+++ 16:40: Ein Lehrer aus Hessen ist bei einem Autounfall in Berlin ums Leben gekommen. Wie die hessische Landesregierung am Mittwoch mitteilte, war die Frau mit einer Zehntklässlerin an einer Schule im nordhessischen Bad Arolsen. Ein Fahrer war mit seinem Auto in eine Menschenmenge nahe der Berliner Gedächtniskirche gefahren.

+++ 15:45: In dem Auto, das an dem tödlichen Vorfall in Berlin beteiligt war, wurde offenbar ein Geständnisbrief gefunden. Die Berliner Zeitung berichtet, das Motiv des Fahrers sei noch unklar. Allerdings soll es keine politische Motivation gegeben haben. Dem Bericht zufolge gehen die Ermittlungsbehörden von einem Amoklauf, aber nicht von einem Terroranschlag aus.

Berlin: Autorennen in einer Menschengruppe – die Klasse kommt aus Nordhessen

+++ 15:00: Nach Informationen unserer Redaktion stammte die in den tödlichen Vorfall verwickelte Schulklasse aus Bad Arolsen (Kreis Waldeck-Frankenberg) in Nordhessen. Zuvor war bekannt geworden, dass offenbar zwei Lehrer aus der Klasse in Berlin verletzt wurden (siehe Update 13:45).

+++ 14:45: Nach dem tödlichen Autounfall in Berlin ist ein Notfallseelsorgeteam vor Ort. Elf Pfarrer seien im Einsatz, sagte Pastor Justus Münster, Beauftragter der Evangelischen Kirche für Notfallseelsorge in Berlin, am Mittwochnachmittag der Deutschen Presse-Agentur. Ihm zufolge war auch der Koordinator des Notstandsdienstes des Erzbistums Berlin, Bruder Norbert Verse, dabei. Ein Feuerwehrsprecher sagte der dpa vor Ort, an der Gedächtniskirche sei eine Stelle zur psychosozialen Notfallbetreuung für Zeugen eingerichtet worden.
In der beliebten Einkaufsstraße nahe der Berliner Gedächtniskirche ist am Morgen ein Auto auf eine Menschengruppe aufgefahren: Eine Frau wurde getötet, viele weitere verletzt.

+++ 14:00: Unter den Opfern des tödlichen Vorfalls in Berlin war laut Polizei eine Schulklasse (siehe Update 13.45 Uhr). Dieser kommt offenbar aus Hessen, wie ein Reporter des Nachrichtenportals t-online sagte. Twitter unterrichtet. Offenbar sind zwei Lehrer aus der Klasse unter den Opfern. Das berichtet ein Augenzeuge dem Reporter.

+++ 13:45: Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur war eine Gruppe von Schülern von dem tödlichen Autounfall in Berlin betroffen. Die Polizei machte am Mittwoch zunächst keine Angaben und verwies auf noch nicht informierte Angehörige. Auf Twitter kündigte die Behörde eine Möglichkeit für Angehörige an, weitere Informationen zu erhalten: „Unsere persönliche Auskunftsstelle für Angehörige ist unter 030 – 84854460 erreichbar“, hieß es. Der Tod ist eine Frau. Nach dpa-Informationen stammte die Studentengruppe nicht aus Berlin.

Berlin: Auto gerät in Menschenmenge – Polizei gibt Einzelheiten zum Vorgang bekannt

+++ 13:15: Wenige Stunden nach dem tödlichen Vorfall eines Autofahrers in Berlin wird der genaue Ablauf klarer. Laut Polizei fuhr der Mann gegen 10.26 Uhr mit seinem Renault-Kleinwagen an der Ecke Ku’damm/Ecke Rankestraße auf den Ku’damm-Bürgersteig und kollidierte mit einer Menschengruppe. Anschließend fuhr er den Angaben zufolge zurück bis zur Kreuzung und knapp 200 Meter weiter östlich auf der Tauentzienstraße. Kurz vor der Ecke Marburger Straße fuhr er mit dem Auto wieder von der Fahrbahn ab, prallte mit einem anderen Auto zusammen, überquerte die Marburger Straße und landete schließlich in einem Parfümerie-Schaufenster in der Tauentzienstraße 16.

Nach dem Vorfall lag eine zugedeckte Leiche nahe der Kreuzung Kurfürstendamm, Rankestraße und Tauentzienstraße. Verkehrspolizei und Kriminalpolizei ermitteln, ob es sich um einen Unfall oder eine vorsätzliche Tat handelte, teilte die Polizei mit. Auch die Identität des Fahrers des Autos muss geklärt werden. Die Polizei hat den Mann vorerst festgenommen.
Im Dezember 2016 betrat ein islamistischer Attentäter einen Weihnachtsmarkt in der Nähe der Gedächtniskirche in der Nähe des Schauplatzes des aktuellen Geschehens. Damals wurden zwölf Menschen getötet und mehr als 70 verletzt.

+++ 12:35: Die Berliner Innensenatorin Iris Spranger (SPD) zeigte sich schockiert über den Vorfall mit einem Toten und mehreren Verletzten nahe der Gedächtniskirche. „Ich bin im Zentrum der Situation und halte mich auf dem Laufenden. Meine Gedanken und mein tiefstes Beileid gelten allen Betroffenen!“, twitterte Spranger am Mittwochnachmittag. “Ich bin schockiert über den Vorfall in Charlottenburg.”

Nach Angaben der Berliner Polizei ist derzeit ein Hubschrauber im Einsatz, mit dessen Hilfe sich die Einsatzkräfte einen Überblick über die Lage verschaffen wollen. Auch ein Rettungshubschrauber wurde gesichtet. Die Polizei ist nach eigenen Angaben derzeit mit rund 130 Mann im Einsatz. Das Fahrzeug wurde vor Ort gesichert.

Auto überrollt Menschenmenge in Berlin: Ein Toter und Dutzende Verletzte; den Fahrer verhaften

+++ 12:00 Uhr: Die Berliner Polizei hat einen Mann festgenommen, der am Mittwochmorgen mutmaßlich mit seinem Auto in eine Menschenmenge gefahren sein soll. Das sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz am Mittwochmorgen am Tatort. Der Mann wurde zunächst von Passanten zurückgehalten. Zu dem mutmaßlichen Fahrer machte der Polizeisprecher zunächst keine Angaben. Sie werden befragt und es wird geprüft, ob es sich um eine böswillige Tat oder einen Verkehrsunfall handelt, oder ob auch ein medizinischer Notfall möglich ist.

+++ 11.40 Uhr: Der Berliner Polizeisprecher Thilo Cablitz erklärte: „Wir wissen zum jetzigen Zeitpunkt nicht, ob es sich um eine vorsätzliche Handlung oder einen Verkehrsunfall handelte.“ Der mutmaßliche Fahrer des Fahrzeugs wurde von der Polizei noch am Tatort festgenommen. Polizei und Feuerwehr waren im Einsatz und versorgten die Verletzten. Die Umgebung wurde abgesperrt. „Aktuell sind rund 60 Einsatzkräfte vor Ort oder unterwegs“, twitterte die Feuerwehr. Feuerwehrleute hatten zunächst von 30 Verletzten gesprochen. Ein im Internet veröffentlichtes Foto zeigte ein Auto, das in einem Schaufenster geparkt war.

+++ 11.30 Uhr: Nach Angaben der Berliner Feuerwehr gab es insgesamt rund 30 Verletzte.

+++ 11.20 Uhr: Die Berliner Feuerwehr ist derzeit mit 60 Einsatzkräften vor Ort. Auch die Polizei ist in einem Großeinsatz. Beamte teilten via Twitter mit: „Es ist noch nicht bekannt, ob es sich um einen Unfall oder eine vorsätzliche Handlung handelte. Rettungsdienste halten den Mann fest, der angeblich am Tatort gefahren ist.“

Berlin: Auto kracht in Menschenmenge: Eine Person stirbt

Update für Mittwoch, 8. Juni um 11:10 Uhr: Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP wurde eine Person getötet und acht verletzt. Bislang ist nicht klar, um was für ein Fahrzeug es sich handelte, das am Mittwochmorgen in Berlin mutmaßlich eine Menschenmenge überfahren haben soll.

Auto fährt in Berlin in Menschenmenge
Polizeifahrzeuge parken auf einer Straße. Ein Fahrzeug überrollte eine Menschenmenge in Berlin, nach Angaben der Feuerwehr wurden am Mittwochmorgen rund 30 Menschen verletzt. © Fabian Sommer / dpa

Erstmeldung am Mittwoch, 8. Juni um 10:55 Uhr: Berlin: Auf der Rankestraße in Berlin-Charlottenburg ist ein Fahrzeug über eine Menschenmenge gefahren. Das bestätigte die Feuerwehr am Mittwoch (8. Juni) gegenüber dem RBB. Nach ersten Informationen der Polizei soll sich der Vorfall am Mittwochmorgen in der Nähe der Gedächtniskirche und des Ku’damms ereignet haben. Nach dpa-Informationen könnte es sich um einen Lastwagen gehandelt haben.

Mindestens zehn Menschen wurden verletzt. Nähere Informationen wurden zunächst nicht bekannt. (iwe/tu/kh mit dpa/AFP)