Flimmerboxen und Live-Streaming: Das Filmmuseum eröffnet die neue Dauerausstellung „Die Geschichte des Fernsehens am Beispiel Studio Bendestorf“

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wie Bendestorf. In den Filmstudios in Bendestorf wurden nicht nur Filmklassiker der jungen Bundesrepublik wie „Die Sünderin“ von 1951 mit Hildegard Knef gedreht. Zwischen 1954 und 2013 entstanden in „Heide-Hollywood“ auch mehrere Fernsehproduktionen, darunter die erste deutsche Fernsehsoap „Die Schölermanns“ (ab 1954). Das Filmmuseum Bendestorf (Am Schierenberg 2) widmet der Geschichte des Fernsehens nun eine eigene Ausstellung, die am Freitag eröffnet wurde.

Die neue Dauerausstellung „Fernsehgeschichte am Beispiel Studio Bendestorf“ verbindet historische Fernsehproduktionen mit zeitgenössischen Technik- und Kunstelementen. Mittels 18 Röhrenfernsehern, 16 Flachbildschirmen, analogen und digitalen Projektionen werden den Besuchern zeitgleich Fernsehaufnahmen von Bendestorfer Fernsehproduktionen geboten. Analoge Projektionen zeigen Fotos von Arbeiten aus Fernsehproduktionen, die unter anderem in Bendestorf entstanden sind. In der Ausstellung sieht man alte Fernsehkameras des NDR, sowie einen modernen Greenscreen, von dem man dank Hochleistungsinternet auch live streamen kann. Es ist geplant, dass Schulklassen hier lernen können, wie die Videos aufgenommen werden.

Die Dauerausstellung ist Teil des „Kulturraum Studio Bendestorf“, der neben filmhistorischen und historischen Filmtechnikausstellungen auch Filme und Konzerte im Produzentenkino sowie medienpädagogische Workshops für Jugendliche umfasst. Neben der multimedialen Installation gehört auch eine wechselnde Kunstausstellung zum Konzept der neuen Dauerausstellung. Das erste ist „Beseitigung der Götter“, das Gemälde und Zeichnungen auf Tafeln sowie Digitaldrucke von Reinhard Rösner und Walfried Malleskat zeigt.

Die Ausstellung war das letzte Projekt, das Walfried Malleskat für das Filmmuseum realisierte. Zehn Jahre lang lenkte er als Präsident des Freundeskreises leidenschaftlich die Geschicke des Filmmuseums, bevor er sein Amt niederlegte. „Walfried Malleskat hat viel für das Filmmuseum getan“, bedankte sich der neue Präsident Thomas Smidt bei der Ausstellungseröffnung bei Malleskat. Er bedankte sich auch bei den vielen Sponsoren und freiwilligen Helfern, ohne die das Filmmuseum nicht möglich wäre.

Das Filmmuseum Bendestorf ist sonntags von 15:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Eintritt: Erwachsene 5 Euro, Jugendliche ab 12 Jahren 3 Euro. Informationen unter http://film-bendestorf.de.