„Greenwashing“-Vorwürfe: DWS-Aktie wird schwächer: DWS-Aufsichtsratsvorsitzender warnt nach Durchsuchung vor Voreingenommenheit | Nachrichten

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„Wir werden klare Konsequenzen ziehen, wenn hier oder anderswo Fehlverhalten festgestellt wird“, versichert Deutsche Bank Vice den Aktionären auf der Online-Hauptversammlung der DWS an diesem Donnerstag (9. Juni), wie es im vorab veröffentlichten Wortlaut der Rede heißt. „Aber auch hier sollte die Unschuldsvermutung gelten: Anschuldigungen sind keine Beweise und Ermittlungen sind kein Prozess.“

Der Fokus auf nachhaltige Anlageprodukte darf sich laut Rohr bei der DWS nicht ändern: „Der Aufsichtsrat, der intensiv in den Strategieprozess der DWS eingebunden ist, und auch die Deutsche Bank als Mehrheitsaktionärin der DWS unterstützen die Strategie und die Ziele der DWS. DWS.“ ohne irgendetwas außer DWS”.

Am 31. Mai durchsuchten rund 50 Einsatzkräfte der Staatsanwaltschaft, der Finanzaufsichtsbehörde Bafin und des Bundeskriminalamts (BKA) Räume in der Deutsche Bank-Zentrale in Frankfurt und im benachbarten DWS-Gebäude. Weniger als 24 Stunden nach Beginn der Razzia gaben die Deutsche Bank und die DWS bekannt, dass der derzeitige DWS-Chef Asoka Wöhrmann zum Ende der Hauptversammlung zurücktreten werde. Seine Nachfolge tritt zum 10. Juni der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Stefan Hoops, an.

Grund für die Durchsuchung war laut Staatsanwaltschaft Frankfurt der Verdacht auf Kapitalanlagebetrug. Dem Vermögensverwalter DWS wird vorgeworfen, sogenannte grüne Finanzprodukte als „grüner“ verkauft zu haben, als sie wirklich sind, also „Greenwashing“. Die Untersuchung wurde von der ehemaligen DWS-Nachhaltigkeitsbeauftragten Desiree Fixler mit öffentlicher Kritik an ihrem ehemaligen Arbeitgeber eingeleitet.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der DWS, von Rohr, erklärte in seiner Rede, dass der Watchdog regelmäßig Informationen zum Umgang mit ESG („Environment, Social, Governance“) erhalte. „Diesen Punkt möchte ich gerade im Hinblick auf die Ereignisse der vergangenen Woche betonen: Bisher sind keine Umstände eingetreten, die einer gesonderten Prüfung durch den Aufsichtsrat bedurften oder zu einem Eingreifen geführt hätten.“

Die DWS hatte die „Greenwashing“-Vorwürfe stets zurückgewiesen. Der scheidende Vorstandsvorsitzende Wöhrmann bekräftigte in seiner ebenfalls auf Dienstag vorgezogenen Rede: „Unsere Aussage hat sich seither nicht geändert, ebenso unsere Überzeugungen.“ Das Thema Nachhaltigkeit sei „zu bedeutend und zu wichtig, als dass wir uns darauf einigen könnten, dass Menschen es zum persönlichen Vorteil nutzen“.

Via XETRA notierte die DWS-Aktie zeitweise 0,73 Prozent tiefer bei 32,46 Euro.

/ben/DP/jja

FRANKFURT (dpa-AFX)

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