Heute zum ersten Mal im TV: Dieser Sci-Fi-Thriller aus dem Jahr 2020 ging im Kino komplett verloren! – Filmnachrichten

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Heute zum ersten Mal im TV: Dieser Sci-Fi-Thriller aus dem Jahr 2020 ging im Kino komplett verloren!  – Filmnachrichten

Nachdem sie sich mit Filmen wie „Lourdes“ und „Amour Fou“ international einen Namen gemacht hatte, führte Jessica Hausner Regie bei ihrem ersten englischsprachigen Film „Little Joe“, der in Cannes Premiere feierte. Heute wird der Science-Fiction-Thriller erstmals im Fernsehen gezeigt.

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Das Koproduktionsbüro

Jessica Hausner gilt als eine der wenigen österreichischen Filmemacherinnen, die es auf die internationale Bühne geschafft haben. Nachdem sie sich mit „Lovely Rita“ (2001) und „Hotel“ (2004) einen Namen gemacht hatte, präsentierte sie alle ihre folgenden Filme auf einigen der berühmtesten Filmfestivals der Welt, wie „Lourdes“ in Venedig oder „Amour Fou” in Cannes. Mittlerweile ist er nicht nur Teil der AMPAS (Academy of Motion Picture Arts and Sciences), die für die Vergabe von Oscars bekannt ist, sondern er drehte mit „Little Joe – Glück ist ein Handel“ auch seinen ersten Film in englischer Sprache – und das sogar im Rennen um die Goldene Palme 2019, lief aber an den örtlichen Kinokassen ziemlich schlecht (nur 4.000 Menschen verloren sich am ersten Wochenende im Dunkeln im Kino).

Wer den Film auf der großen Leinwand verpasst und bisher nicht im Heimkino gesehen hat, hat jetzt die Möglichkeit, ihn besonders bequem nachzuholen: „Little Joe“ feiert heute, 11. Mai 2022 (20.15 Uhr), seine kostenlose Fernsehpremiere in der Kunst. Alternativ ist der Film auch bis zum 17. Mai erhältlich. in der Bahnhofsmediathek zum Streamen verfügbar.

Darum geht es bei Little Joe: Glück ist ein Geschäft

Alice (Emily Beecham) liebt ihren Job im Gewächshaus. Ja, im Großen und Ganzen lebt die alleinstehende Wissenschaftlerin mit ihrem Sohn Joe (Kit Connor) ein glückliches und eher unbeschwertes Leben. Und dann gelang ihm auch mit seiner Forschung ein Durchbruch: Ihm gelang es, eine Pflanze zu erschaffen, deren Duft bei optimaler Raumtemperatur die Menschen um sie herum glücklich macht. Und natürlich benennt er den purpurroten Zinnober auch nach seinem Sohn: Little Joe.

Da er nicht genau weiß, welche Wirkung seine Kreation auf Menschen oder Tiere haben wird, beschließt er, eine der Pflanzen mit schlimmen Folgen nach Hause zu nehmen. Denn seine Kreation scheint nicht so harmlos zu sein, wie ursprünglich angenommen…

„The body eat is coming“ trifft auf „Black Mirror“

„Die Handlung ist leicht verständlich, und doch erklärt irgendjemand immer wieder etwas. So entfaltet die anfangs starke Produktion selten ihr volles Potenzial“, schreibt Chefkritiker Christoph Petersen unter anderem in der offiziellen FILMSTARTS-Rezension zu „Little Joe“, die mit durchschnittlich 2,5 von 5 möglichen Punkten endete Sterne.

Das Sci-Fi-Suspense-Drama hat vor allem optisch einiges zu bieten, beginnend mit tollen Kamerafahrten, und folgt damit Hausners gewohnt strengem Kompositionsstil. Doch je länger der Film dauert, desto mehr verlieren die teuflisch anmutenden Blüten ihre hypnotische Wirkung. Der eindringliche Score kann dem zumindest ansatzweise entgegenwirken, ändert aber letztlich nichts daran, dass das inhaltliche Potenzial der spannenden Idee nur rudimentär ausgeschöpft wird.

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Leidenschaftliche Themen wie toxische Männlichkeit oder Glück als höchstes Gut der modernen Gesellschaft werden immer wieder aufgegriffen, bleiben aber am Ende Randerscheinungen einer Geschichte ohne allzu viele Überraschungen. Während „Little Joe“ anfangs ein bisschen wie „The Body Eaters are Coming“ (nur mit Blumen) aussieht, erinnert es am Ende eher an eine durchschnittliche „Black Mirror“-Folge.

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