In der Klosterscheune wird Zehdenicks viel diskutierter Film gezeigt.

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In der Klosterscheune wird Zehdenicks viel diskutierter Film gezeigt.

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In der Klosterscheune wird Zehdenicks viel diskutierter Film gezeigt.

Zehdenick.Die Klosterscheune Zehdenick bietet auch an diesem Wochenende wieder ein reichhaltiges Programm. Es beginnt am Freitag, 13. Mai um 19:00 Uhr mit einem Film und anschließender Debatte. Gezeigt wird der Film: „Gestampft – Eine Clique gegen den Rest der Stadt“ aus dem Jahr 1999. Die Filmemacherinnen Andrea Schramm und Jana Matthes werden anwesend sein und den Film damit erstmals persönlich in Zehdenick zur Diskussion stellen. Vor fast 30 Jahren bewegte er Menschen in Zehdenick. Die Protagonisten und Filmemacher galten als Umweltsünder. Es ist einer der wenigen Filme, die in und über Zehdenick gedreht wurden und 1999 für Aufsehen und Kontroversen sorgten. Überregional schien Zehdenicks Image ruiniert zu sein. Viele Zehdenicker fühlten sich zu Unrecht diffamiert. Es gab keine Diskussion darüber, was in der Stadt schief gelaufen ist, und nicht nur hier. Das soll jetzt kompensieren. Nicht zuletzt sind aus diesem Film auch die beiden Bücher „Deutschboden“ von Moritz von Uslar und das Buch von Manja Präkels „Als ich mit Hitler Kirschen aß“ entstanden.

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Filmemacherinnen vor Publikum

Was bleibt von der damaligen Atmosphäre in der Stadt? Was hat sich verändert? Was muss sich ändern? Warum haben sich die Filmemacher für diesen Film entschieden? All das sind Fragen, die die beiden Filmemacher mit den Stars des Films und dem Publikum diskutieren werden. Sie beschreiben den Alltag einer Clique junger Linker, die von ihresgleichen bedroht, von ihren Eltern ignoriert und in der Stadt völlig isoliert sind. Ihr verständlicher Wunsch, sich selbst zu testen, Ihre Grenzen auszuloten, aber auch einfach nur zu experimentieren und Gemeinschaft mit Gleichgesinnten zu erleben, stößt auf viele Grenzen, die sowohl psychischer als auch physischer Natur sind.

Zehdenick, ein Ort, der keinen Platz für Andersdenkende hat? Wo physische Bedrohungen von Menschen zum Alltag gehören? War Zehdenick Ende der 1990er Jahre ein Einzelfall oder typisch für die Provinz?

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Ein wichtiges Zeitdokument, das es immer wert ist, betrachtet und diskutiert zu werden. War Zehdenicks Bild damals richtig? Was ist mit den Protagonisten des Films passiert? Welche Wirkung hatte der Film und was ist heute anders? Oder hat sich gar nichts geändert? Der Eintritt kostet sechs Euro.

Die Zehdenick-Künstlerin Jeanette Chavez freut sich auf gemeinsamen Malunterricht mit Jung und Alt.

Die Zehdenick-Künstlerin Jeanette Chavez freut sich auf gemeinsamen Malunterricht mit Jung und Alt.

Am Samstag, 14. Mai, werden ab 14:00 Uhr gemeinsam Fahnen gestaltet, die vor dem Klosterheuhaufen aufgehängt werden und ein buntes Willkommensschild für die Besucher der Stadt setzen. Ein entspannter und kreativer Abend für Jung und Alt mit der Zehdenick-Künstlerin Jeanette Chavez.

Jeanette Chavez stammt aus Kuba und hat lange in Weimar und Erfurt gearbeitet. Nun verlagert er seinen kreativen Schwerpunkt nach Zehdenick und freut sich auf den gemeinsamen Malunterricht mit allen Interessierten in Havelstadt. Die Teilnahme ist gegen eine kleine Spende möglich.

Erstmalige Teilnahme am Internationalen Museumstag

Am Sonntag, 15. Mai, von 14:00 bis 17:00 Uhr nimmt die Scheune des Klosters Zehdenick erstmals am Internationalen Museumstag teil. Zu diesem Anlass werden köstliche Kuchen angeboten, die von ukrainischen Frauen gebacken wurden. „DJ Mr. Brown & His Master’s Voice“ kommt aus Berlin und spielt Hits von vor 100 Jahren auf Schellackplatten auf dem Grammophon. Ein gemütliches und informelles Treffen zum Kennenlernen, Austauschen und Genießen. Der Eintritt ist frei.

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Von Bert Wittke