Lohnt sich ein Wechsel?: Krankenkassenwechsel: Auf die Leistung kommt es an | Nachrichten

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Eine Krankenkasse zeichnet sich durch ihr individuelles Leistungs- und Leistungsspektrum aus. Ob eine Krankenkasse eine Option ist und sich ein Wechsel lohnt, hängt daher von den individuellen Bedürfnissen und Anforderungen ab.

Diese drei Vergleichsfaktoren sollten verwendet werden

Um gesetzliche Krankenkassen miteinander zu vergleichen und herauszufinden, ob ein Wechsel der Krankenkasse sinnvoll ist, stellt das Online-Portal Finanztip drei Vergleichsfaktoren heraus: Beitragssätze, Leistungen und Zusatzbeiträge. Der allgemeine Beitragssatz beträgt 14,6 Prozent und wurde vom Gesetzgeber festgelegt; dies gilt für alle Registrierkassen.

Der 2015 eingeführte Zusatzbeitrag dient dazu, mögliche finanzielle Engpässe bei den Krankenkassen auszugleichen. Die Beteiligung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern liegt derzeit in den 105 gesetzlichen Krankenkassen zwischen 0,40 % und 2,5 %. Daher kann sich der Wechsel zu einer Krankenkasse mit geringerem Zusatzbeitrag finanziell lohnen.

Auch das Leistungsangebot der Krankenkasse ist als ausschlaggebendes Kriterium für einen Wechsel der Krankenkasse heranzuziehen und damit ausschlaggebend für die Entscheidung für oder gegen einen Wechsel. Rund 95 Prozent der Kassenleistungen gehören zu den Grundleistungen und werden von allen Kassen abgedeckt. Zudem gibt es viele verschiedene Zusatzleistungen, die sich von Krankenkasse zu Krankenkasse unterscheiden. Interessant dürften für viele auch sogenannte Bonusprogramme sein, bei denen Verbraucher unter anderem Prämien oder reduzierte Beiträge erhalten können. Beim Leistungsangebot einer Krankenkasse sollten Verbraucher die einzelnen Zusatzleistungen der Krankenkasse vergleichen und auf ihre persönlichen und individuellen Bedürfnisse und Anforderungen abbilden. Auch Dienstleistungen wie Filialnummern, telefonische Beratung und Unterstützung bei der Arztsuche können wichtige Bestandteile des Leistungsangebots einer Krankenkasse sein.

Dies sollte bei einem Wechsel der Krankenkasse berücksichtigt werden

Wie bereits erwähnt haben die Krankenkassen in der Regel eine Mindestbindungsdauer von 18 Monaten. Nach Ablauf dieser 18 Monate können Sie Ihre Krankenkasse wechseln. Über eine Kündigungsfrist informiert die jeweilige Krankenkasse entsprechend, in bestimmten Fällen besteht sogar ein besonderes Widerrufsrecht. Das ist beispielsweise der Fall, wenn die Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erhebt oder den Zusatzbeitragssatz erhöht. Das Sonderkündigungsrecht kann dann bis zum Ende des Monats ausgeübt werden, in dem der neue Zusatzbeitrag eingeführt wurde. Die Krankenkassen sind verpflichtet, ihre Mitglieder vorab über jede Erhöhung und das damit verbundene Änderungsrecht zu informieren. Wird von diesem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht, muss die Kündigung stets schriftlich, am besten per Einschreiben, erfolgen.

Redaktion finance.net

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