Marcel Kösling mit „Streng geheim!“ in der Ecke des Kinos

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Marcel Kösling mit „Streng geheim!“  in der Ecke des Kinos

Marcel Kösling in Wermelskirchen
:
Eine gute Mischung aus Comedy und Magie.

Zum Saisonabschluss präsentierte der Hamburger Kleinkünstler Marcel Kösling sein abwechslungsreiches Programm „Streng Secret!“. im Film-Eck.

Am Ende der diesjährigen Saison im Film-Eck werden Sie vielleicht laut lachen. Der Hamburger Kleinkünstler Marco Kösling, dessen Auftritt mit seiner Show “Streng Secret!” wegen seiner Herzkrankheit um fast ein Jahr verschoben werden musste, war er am Donnerstagabend zu Gast im altehrwürdigen Kino. Die Show drehte sich, soweit so offensichtlich, um die verschiedenen Mysterien unserer Welt. Aber natürlich nicht so, wie es Schurken in unserer von Verschwörungsmystik heimgesuchten Republik tun, sondern in einer sympathischen, Crowd-orientierten Mischung aus Comedy und Zauberei.

Kösling könnte als Prototyp des Kabarettisten bezeichnet werden. Er betrat die Bühne und kommunizierte kunstvoll mit dem Publikum, mischte Magie und Illusion mit verbalen und stimmlichen Beiträgen und schaffte es, gleichzeitig zu unterhalten und zu faszinieren. So sehr, dass er nach einem ziemlich überraschenden Zwischenspiel kurz kommentierte: “Das war der Punkt des Applaus.” Danke für den Tipp. Aber wenn ein Zuschauer auf der Bühne glaubte, einen Schwamm in einer undurchsichtigen Schachtel zu berühren, nur um festzustellen, dass es sich tatsächlich um einen großen, hörbar schweren Stein handelt, dann vergisst er vielleicht den Applaus der Überraschung.

“Streng geheim!” Am meisten Spaß machte es mit den Zaubereinlagen. Weil sie besonders faszinierend waren. Auch wenn die vom Sicherheitspersonal am Hamburger Flughafen mitten in der Sicherheitskontrolle geforderten Geschichten über magische Zahlen auch für Gelächter sorgten. Aber es war ihnen einfach egal, als Kösling David Copperfield zur bombastischen Musik vom Band spielte und einen Tisch über der Bühne schweben ließ.

Es war auch ungewöhnlich, aber mit Spannung erwartet, dass Leute aus dem Publikum auf die Bühne kommen konnten. Das hatte man wirklich schon lange nicht mehr gesehen, und dann mehrmals. Zum Beispiel, als ein Mann im Publikum mit einer Hand in der Papiertüte einen völlig schiefen Rubik’s Cube in weniger als einer Minute lösen konnte. Oder lieber Kösling ausrechnen lassen? Ohnehin. Es war einer von vielen Momenten in der rund zweistündigen Nacht, die einen verständnislos auf die Bühne starren ließen. Nur um im nächsten Moment einer Wortkaskade von Kösling zu folgen, in der er minutenlang über die Entwicklung der Sprache sprach.

Die Kombination aus Musik, Wort und Magie sprengte jedoch fast den Rahmen des üblichen Kabaretts. Zumindest wenn man den ersten Teil des Wortes wörtlich nimmt. Tatsächlich war hier praktisch nichts klein. Im Gegenteil, es war tolle Abendunterhaltung, die Kösling an diesem Abend in der Kinoecke präsentierte. Und für den Verein hätte es kaum einen angenehmeren und toleranteren Saisonabschluss geben können. Für eine Saison, die wie die vergangene für Peter Schön und sein Team sicherlich nicht einfach war.