MITTAGSBRIEFING – Unternehmen und Märkte | Nachrichten

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Zusammenfassung des Mittagsmarktes, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ AKTIEN- UND ANLEIHENMÄRKTE (13:22 Uhr) +++++

INDEX-Stand +-% +-% YTD

E-Mini S&P 500 Futures 4.147,00 -0,3 % -12,7 %

E-Mini Nasdaq-100 Future 12.695,00 -0,1 % -22,2 %

Eurostoxx 50 3.798,98 -0,2 % -11,6 %

Stoxx 50 3.648,76 -0,6 % -4,4 %

DAX 14.489,15 -0,5 % -8,8 %

FTSE 7.566,56 -0,4 % +2,9 %

ACC 6.459,68 -0,6 % -9,7 %

Nikkei-225 28.234,29 +1,0 % -1,9 %

EUREX-Level +/- Punkte

Future Bund 148,92 % -0,89

Letzter Rentenmarkt +/- Absolut +/- YTD

SD-Rendite 10 Jahre 1,35 +0,05 +1,53

10-jährige US-Rendite 3,01 +0,03 +1,50

+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++

ROHL neuester VT-Siedler. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 120,57 119,41 +1,0 % 1,16 +65,7 %

Brent/ICE 121,62 120,57 +0,9 % 1,05 +61,2 %

METALLE letzter Tag vor +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.849,68 1.852,10 -0,1 % -2,42 +1,1 %

Silber (Spot) 21,97 22,23 -1,2 % -0,26 -5,8 %

Platin (Spot) 1.009,50 1.014,30 -0,5 % -4,80 +4,0 %

Kupfer-Future 4,41 4,44 -0,6 % -0,03 -0,9 %

+++++ US-AKTIENAUSBLICK +++++

Die Stimmung an der Wall Street bleibt trotz der Vortagesgewinne erschüttert. Händler haben einige Probleme, Vorhersagen zu treffen. Am Vortag nutzten Schnäppchenjäger nach einem schwachen Start aufgrund von Stagflationsbefürchtungen niedrige Preise zum Einstieg und drückten den Markt damit in die Gewinnzone. Eine solche Reaktion sei auch am Mittwoch möglich, heißt es. Hohe Volatilität ist Ausdruck von Unsicherheit, da die wirtschaftlichen Aussichten weiterhin düster sind. Neue Argumente erhalten die Wirtschaftspessimisten von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der Weltbank. Denn beide haben ihre globalen Wachstumsprognosen deutlich gesenkt. Daher rät die OECD den Zentralbanken zu einem differenzierten Vorgehen bei der Bekämpfung der hohen Inflation. Allerdings schließt die Organisation die USA ausdrücklich davon aus und rät der US-Notenbank zu einem entschiedenen Vorgehen. Genau hier sehen Investoren wieder die Sorge vor einer Stagflation.

Novavax-Aktien sind vor dem Handel um 18,2 Prozent gestiegen. Ein Expertengremium der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) empfahl den Corona-Impfstoff des Unternehmens, obwohl die Behörde in einer vorläufigen Analyse einen „Anlass zur Sorge“ wegen eines möglichen Entzündungsrisikos des Herzmuskels gesehen hatte.

+++++ WIRTSCHAFTLICHE AUSSICHTEN ++++++

– UNS

16:30 Bestandsrohdaten (Woche) vom Staat

Energieinformationsverwaltung (EIA)

++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Im Vorfeld der EZB-Sitzung am Donnerstag halten sich die Marktteilnehmer zurück. Nachdem in den letzten Wochen bis zu 1400 DAX-Punkte hinzugewonnen wurden, weitet sich nun die Konsolidierung bzw. Atempause im DAX aus. Allerdings gibt es auch negativere Stimmen: „Das ist und bleibt ein Sägezahnmarkt ohne Vertrauen in die Aktienmärkte“, sagt Vermögensverwalter Thomas Altmann von QC Partners. Immerhin hat Inditex die Schwächephase der europäischen Einzelhandelsaktien mit neuen Geschäftszahlen beendet. Im Einklang mit den vorherrschenden Konjunktur- und Inflationssorgen senken die Weltbank und die OECD ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum. Inditex legt um 4,4 Prozent zu. Marktteilnehmer sprechen von überraschend starken Handelszahlen. Auf der anderen Seite sind Finanzdienstleister und Bankaktien schwach im Markt, nachdem die Credit Suisse erneut negative Nachrichten veröffentlichte. Die Credit Suisse verliert 5 Prozent und die UBS 2,9 Prozent. Bei Pernod Ricard (-1,9%) sorgen neue schwächere Wachstumsziele für Enttäuschung. Auch der Nahrungsmittel- und Getränkeaktienindex liegt mit einem Abschlag von 1,4 Prozent deutlich im Minus. Publicis ist um 1,2 Prozent gesunken. Der Verlag hat seine Prognose gesenkt.

+++++ MÜNZEN +++++

FOREX aktuell +/- % Di 09:44 Di 17:35 % YTD

EUR/USD 1,0733 +0,3 % 1,0691 1,0692 -5,6 %

EUR/JPY 143,77 +1,2 % 142,31 141,75 +9,9 %

EUR/CHF 1,0476 +0,6 % 1,0417 1,0403 +1,0 %

EUR/GBP 0,8547 +0,5 % 0,8506 0,8502 +1,7 %

USD/JPY 133,94 +1,0 % 133,10 132,58 +16,4 %

GBP/USD 1,2558 -0,3 % 1,2568 1,2576 -7,2 %

USD/CNH (Offshore) 6,6891 +0,3 % 6,6757 6,6773 +5,3 %

Bitcoin

BTC/USD 30.413,83 -3,1 % 30.492,92 29.817,82 -34,2 %

+++++ OSTASIANISCHE FINANZMÄRKTE +++++

Die Aktienmärkte haben Gewinne verbucht, unterstützt durch Prämien bei Technologie- und Energieaktien. Tech-Aktien standen zuletzt aufgrund anhaltender Zinssorgen unter Druck. Energieaktien wurden durch Hoffnungen unterstützt, dass Chinas Lockerungsmaßnahmen zu einer erhöhten Nachfrage führen werden. Angeführt wird die Siegerliste von HSI in Hongkong. Die Teilnehmer verwiesen auch auf die gute Performance chinesischer Technologieaktien an der Wall Street. Aktionen von Spieleentwicklern waren in Hongkong besonders gefragt, nachdem China nach langer Zeit wieder die Veröffentlichung von 60 Online-Spielen erlaubt hatte. Meituan gewann 3,4 Prozent, Alibaba 10,7 Prozent und Tencent 5,7 Prozent. Der Shanghai Composite erholte sich von zeitweiligen Verlusten. Die Analysten von Central China Securities gehen davon aus, dass sich die positive Dynamik fortsetzen wird. Bei den Einzelwerten tauchten in Shanghai vor allem die Energiewerte auf. Tokios Nikkei 225 stieg, angeführt von Technologie- und Immobilienaktien. Dafür spricht auch, dass die japanische Wirtschaft im ersten Quartal nicht so stark geschrumpft ist, wie in der ersten Schätzung angenommen. Seouls Kospi schloss mit wenig Veränderung. Hier wirkte sich die deutlich reduzierte globale Wachstumsprognose der Weltbank negativ aus. Darüber hinaus wurde das BIP-Wachstum für das erste Quartal in Südkorea leicht nach unten korrigiert. In Sydney legte der S&P/ASX-200 zu. Am Tag zuvor war es stärker gefallen als erwartet. Zinserhöhung überwältigt

+++++ KREDIT +++++

Die Risikoaufschläge haben sich seit Beginn der zweitägigen EZB-Sitzung kaum verändert. Vor der geldpolitischen Entscheidung vom Donnerstag werden keine großen Handelsbewegungen erwartet. Betrachtet man die jüngsten Käufe der EZB, so zeigen die zweimonatlichen Zahlen des Pandemie-Kaufprogramms (PEPP) laut Commerzbank, dass die EZB die Flexibilität nutzt, die sie sich selbst gewährt hat, um Reinvestitionen in den nächsten 12 Monaten zu glätten. Im April und Mai, den ersten beiden Monaten der Wiederanlagephase, gab es in Deutschland noch Nettokäufe im Wert von 3,6 Milliarden Euro, während die EZB vor allem in Frankreich, Italien und Finnland entsprechend weniger kaufte, was in den nächsten zehn kompensieren muss Monate.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN AB 7.30 UHR +++++

Brenntag verstärkt sich in Saudi-Arabien

Brenntag verstärkt sich in Saudi-Arabien. Wie der Essener Chemiedistributeur mitteilte, baut er seine Marktpräsenz durch eine Beteiligung an der Al-Azzaz Chemicals Company, einem der größten Distributeure für Spezialchemikalien auf der Arabischen Halbinsel, deutlich aus.

Rheinmetall, KMW: Joint Venture für die Instandhaltung von NATO-Fahrzeugen im Baltikum

Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann (KMW) haben in Litauen ein Joint Venture gegründet, um die komplette logistische Unterstützung für Kampffahrzeuge bereitzustellen, die von litauischen und anderen in den baltischen Staaten stationierten NATO-Streitkräften eingesetzt werden.

SAF-Niederlande will die schwedische Haldex übernehmen

Mit der Übernahme des schwedischen Bremssystemherstellers Haldex will der Lkw-Zulieferer SAF-Holland seine Produktpalette erweitern, sich stärker positionieren und Synergien nutzen. Wie das SDAX-Unternehmen mitteilte, will es Haldex für rund 307 Millionen Euro kaufen. Der Vorstand von Haldex empfiehlt den Aktionären, das Angebot anzunehmen.

Credit Suisse erwägt Stellenabbau nach Gewinnwarnung: Agentur

Die Schweizer Bank Credit Suisse erwägt einem Agenturbericht zufolge einen weiteren Stellenabbau. Bloomberg berichtet, dass es erwägt, die Belegschaft in mehreren Geschäftsbereichen, darunter Investmentbanking und Vermögensverwaltung, sowie in Regionen abzubauen. Am Morgen hatte die Bank vor einem weiteren Verlust im zweiten Quartal gewarnt.

zara-Mutter Inditex wächst schneller als erwartet

Der spanische Textilkonzern Inditex hat seine Umsätze und Gewinne im ersten Quartal trotz der Ausgangsbeschränkungen in China und der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine gesteigert. Auch der Mutterkonzern der Modekette Zara meldete einen guten Start in das laufende Quartal.

Pernod Ricard setzt Wachstumsziele: Daten sollen unterstützen

(WEITERE FOLGEN) Dow Jones Newswires

8. Juni 2022 07:26 ET (11:26 GMT)