Nominiert für Lola: In MV gedrehte Filme im Rennen um den Deutschen Filmpreis

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Für große Feiern ist es noch zu früh, aber die Freude in Schwerin bei der MV Filmförderung ist groß. Zwei der geförderten Projekte laufen mit insgesamt vier Nominierungen um eine Lola, also eine Trophäe beim Deutschen Filmpreis.

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Der Spielfilm „Niemand ist bei den Waden“, eine Verfilmung des Romans von Alina Herbing aus dem Jahr 2017, erhielt drei Nominierungen. Er stammt aus Lübeck, ist in Mecklenburg aufgewachsen und hat in Greifswald Germanistik studiert. Damit Saskia Rosendahl für die Auszeichnung „Beste weibliche Hauptrolle“ in Frage kommt, ist Godehard Giese in der Kategorie „Beste männliche Nebenrolle“ nominiert. Außerdem könnte es einen Award für „Best Sound Design“ von Jonathan Schorr, Dominik Leube, Gregor Bonse und John Gürtler geben.

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Viele Szenen des Films wurden im Südwesten Mecklenburgs gedreht, zum Beispiel bei Hagenow, in Lübtheen oder in Stöllnitz. Der Film von Regisseurin Sabrina Sarabi feierte im vergangenen August seine Weltpremiere am Filmfestival von Locarno, wo Hauptdarstellerin Saskia Rosendahl als beste Darstellerin des Nachwuchswettbewerbs ausgezeichnet wurde. Außerdem wurde Kameramann Max Preiss für diesen Film mit dem Deutschen Kamerapreis 2022 ausgezeichnet.

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Auch inhaltlich ist der Film in der mecklenburgischen Provinz angesiedelt. Christin (Saskia Rosendahl) lebt auf der Farm ihres alten Freundes Jan (Rick Okon). Die Aufbruchsstimmung aus den Nachwendejahren, die seine Kindheit prägten, ist verflogen. Und auch in ihrer Beziehung gibt es schon lange keine Liebe mehr. Plötzlich taucht ein neuer Mann in ihrem Leben auf.

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Und ein weiteres Projekt mit engem Bezug zu Mecklenburg-Vorpommern reiht sich in die Nominierungsliste ein: Marcel Lenz und Guido Schwab sind mit “Wem gehört mein Dorf?” in der Kategorie “Bester Dokumentarfilm”. potenzielle Kandidaten für die Auszeichnung.

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Es ist das Ostseebad Göhren auf der Insel Rügen, die Heimat des Filmemachers Christoph Eder. Eine Gruppe von Gemeindevertretern hat dort im Laufe der Jahre mehrere große Tourismusprojekte unterstützt. Als das letzte Stück intakter Küste gebaut werden soll, regt sich Widerstand. Eine Bürgerinitiative wird gegründet und stellt sich zur Kommunalwahl, um etwas zu ändern. Werden sie es schaffen, sich gegen Geld und Macht zu behaupten und ihr Dorf in eine andere Zukunft zu führen?

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Der Deutsche Filmpreis wird am 24. Juni in Berlin im Palais am Funkturm verliehen. Die Preise sind mit insgesamt rund drei Millionen Euro für neue Projekte dotiert. Die rund 2.200 Mitglieder der Filmakademie stimmen nun über viele Preisträger ab.

Auf der ersten Finanzierungssitzung in diesem Jahr beschloss der MV Film Finanzierungsausschuss die Vergabe von Fördermitteln in Höhe von 642.077 Euro. Diese fördert vor allem drei Serien, zwei Dokumentarfilme und ein Kurzfilmprojekt in den Bereichen Stoffentwicklung und Produktion. „Erstmals fördert die MV Filmförderung Serien, die hierzulande umgesetzt werden, zunächst mit Millionenbudgets“, sagt Geschäftsführer Olaf Jacobs. „Wir folgen einem Trend, der dem aktuellen öffentlichen Interesse entspricht, und nutzen die Chancen, die das wachsende Volumen der Serienfertigung auch für den Arbeits- und Produktionsstandort Mecklenburg-Vorpommern bietet.“