Pfingsten 22: Jugendfest im Bistum Eichstätt

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Pfingsten 22: Jugendfest im Bistum Eichstätt

(pde) – Unter dem Motto „Neues Feuer“ versammelten sich am Pfingstwochenende mehr als 100 Jugendliche in Rebdorf bei Eichstätt, um gemeinsam ein Pfingstfest auf dem Gymnasium- und Gemeindegelände zu feiern. Es wurde vom Referat für Jugend, Berufe und Evangelisierung der Diözese Eichstätt zusammen mit 31 weiteren Festivals dieser Art im gesamten deutschsprachigen Raum veranstaltet, koordiniert von der Gemeinde Loretto in Salzburg.

Die Teilnehmer reisten aus dem gesamten Bistum, aber auch von weiter her an: Die weiteste Anreise hatte eine Gruppe aus Delitzsch bei Leipzig. Alle versammelten sich, „um in Gemeinschaft den Glauben zu feiern, Jesus besser kennenzulernen und gemeinsam die Kraft des Heiligen Geistes zu empfangen“, wie die Organisatoren betonten.

Bischof Gregor Maria Hanke von Eichstätt stimmte die Jugendlichen auf das Thema „Neues Feuer“ ein: „Wenn Jesus vom Feuer spricht, meint er nicht das zerstörende Feuer, sondern das gestaltende Feuer, ein Feuer, das wärmt und leuchtet“. Bei einem Abendgebet wurde als Zeichen des neuen Feuers feierlich eine Kerze am Lagerfeuer angezündet.

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An Pfingsten 22 war Gottesdienst ein großer Bestandteil, hier in der Aula des Rebdorfer Gymnasiums. Foto: Anika Taiber-Groh/pde

Im weiteren Verlauf des Programms galt es, diesem neuen Feuer mehr und mehr nachzuspüren: durch Glaubensimpulse, Workshops und vor allem im gemeinsamen Gebet und Gesang.

Am Samstagabend der Barmherzigkeit in der Rebdorfer Pfarrkirche wurde diese mit farbigen Lichtern und Kerzen beleuchtet. Es bestand auch die Möglichkeit, das Sakrament der Versöhnung von einem der zehn anwesenden Priester zu empfangen.

Im Mittelpunkt des Festivals standen Glaubenszeugnisse einzelner Teilnehmer, die darüber sprachen, was Gott für sie bedeutet und wie sie ihre Beziehung zu Gott leben. So erlebt Antonia, 21, Gott als ihren besten Freund: „Manchmal denke ich, er ist mein Reisebegleiter, zum Beispiel wenn ich im Auto und auf dem Weg zur Uni bin, kann ich mit ihm Lieder aus dem Radio singen. und ich weiß, dass ich damit nicht alleine bin, aber ich habe auch jemanden, mit dem ich über Dinge sprechen kann, die ich vielleicht niemandem direkt anvertrauen möchte.”

Pater Sebaldus Mayr, Zisterziensermönch und Jugendpfarrer im Stift Heiligenkreuz in Österreich, verglich in seiner Predigt beim Festgottesdienst am Pfingstsonntag die menschliche Seele mit einem großen Gefäß: „Mir scheint, die meisten Christen haben einen Bierkrug obendrauf, sie haben ihre Seelen verschlossen, damit der Heilige Geist nicht hereinkommen kann.”

Mehr als 40 Jugendliche hatten das Festival monatelang ehrenamtlich in verschiedenen Teams vorbereitet. So wurden beispielsweise mehr als 100 festliche Tüten handbemalt und ebenso viele Rosenkränze gebunden. Außerdem wurden mehr als 1.000 Meter Kabel verlegt, um Live-Streaming und Audioübertragung über das Internet zu ermöglichen.

Weitere Impressionen, Fotos, Videos und die Aufzeichnung der Live-Übertragungen gibt es unter www.jugendpfingsten.de/medien.