Polizeiruf 110 – Das Licht, das die Toten sehen: Neuer Fall aus München geht unter die Haut

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Laura dreht sich inmitten vieler Menschen um eine Eisbahn. Aus den Lautsprechern dröhnt Popmusik. Am nächsten Tag wird sie tot und in Plastik eingewickelt in einem Park aufgefunden. Bei der Untersuchung des Mordes entdeckt die Polizei eine mögliche Verbindung zum Fall der vermissten Anne, die vor einigen Jahren nach einem Besuch auf der Eisbahn verschwand. „Das Licht, das die Toten sehen“ heißt der düstere und verstörende Krimi aus der ARD-Reihe „Polizeiruf 110“ aus München. am Sonntag (15. Mai) um 20:15 Uhr im Ersten und in der ARD-Mediathek.

Der Film dreht sich um die Themen Beziehung und Vertrauen. Verena Altenberger ermittelt als Kriminalhauptkommissarin Bessie Eyckhoff in ihrem fünften Fall. Dazu kommt Stephan Zinner (“Kaiserschmarrndrama”) als Kommissar Dennis Eden.

Plötzlich steht eine Frau vor dem Bahnhof. Caroline Ludwig (Anna Grisebach) befürchtet, dass es sich bei der Toten um ihre Tochter Anne handeln könnte, ein Irrtum. Aber Anstatt zumindest Gewissheit über Annes Schicksal zu erlangen, wird die Mutter selbst verdächtigt. Kommissar Eyckhoff hingegen glaubt an seine Unschuld.

“Polizeiruf 110” zeigt, wie Beziehungen manipuliert werden

Mit ruhigen und verstörenden Bildern zeigt „Polizeiruf“, wie Beziehungen funktionieren und wie sie manipuliert werden. Kommissare nehmen zwei gegensätzliche Rollen ein. Altenberger als Polizist, der sympathisch und nahbar ist und den Fall lösen will. Zinner seinerseits glaubt nicht an persönliche Momente unter dem Deckmantel der Professionalität.

„Polizeiarbeit, oder wie ich sie jetzt verstehe, hat für mich sehr viel mit Schauspielerei zu tun“, erklärt Altenberger im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk seine Herangehensweise an die Rolle. „Ich denke, gute Forscher sind gut darin, sich in andere hineinzuversetzen und wollen ihr Gegenüber wirklich verstehen, ohne zu urteilen.“

Das Drehbuch, geschrieben von Sebastian Brauneis und Roderick Warich, wird durch die ruhige Optik von Regisseur Filippos Tsitos ergänzt. in einen Film verwandelt, der unter die Haut geht. Es transportiert die Geschichte durch die Atmosphäre und die Perspektive, die der Zuschauer von den Ereignissen erhält.

„Unser Ziel ist es, das Unterbewusstsein zu erreichen und der Geschichte, den Charakteren und ihren Konflikten unter die Haut zu gehen“, erklärt Tsitos. Filme sind für ihn keine Geschichten über das Leben, sondern Träume davon.