Romy Schneider präsentierte sich heute mit einer restaurierten Fassung ihres neusten Films

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Romy Schneider präsentierte sich heute mit einer restaurierten Fassung ihres neusten Films




Romy Schneider in ihrem neusten Film
Bildquelle: Art © CCC Filmkunst/Elephant Production/Films A2 SA (TF1)

Fast 40 Jahre nach ihrem Tod widmet der Kultursender Arte Romy Schneider heute einen Themenabend. Gezeigt wird der neueste Film der großen Dame des deutschen Kinos sowie eine Dokumentation von und mit Alice Schwarzer über einen „Abend mit Romy“.

Um 20.15 Uhr läuft bei Arte der neueste Film von Romy Schneider, „Die Stäzierganger von Sans-Souci“. Darin erschießt der Präsident einer humanitären Organisation in den 1980er-Jahren in Paris einen südamerikanischen Diplomaten deutscher Abstammung – der Prozess enthüllt ein Drama aus der Nazizeit. Romy Schneider ist bei ihrem letzten Leinwandauftritt in einer berührenden Doppelrolle zu sehen. Neben ihm spielt Michel Piccoli.

Romy Schneider war bereits fast ein halbes Jahr tot, als „Die Wanderin von Sans-Souci“ im November 1982 in die deutschen Kinos kam. In der beeindruckenden Doppelrolle konnte sie ein letztes Mal ihr großes schauspielerisches Können unter Beweis stellen. Die deutsche Bühnenfassung des Films wurde damals gekürzt. Art zeigt den Film in Originallänge und in einer gerade erst 2017 restaurierten Fassung in 4K. „Der Wanderer aus Sans-Souci“ ist nach Angaben des Senders „nur“ in HD verfügbar.

“Ein Abend mit Romy” gleich danach bei Arte

Romy Schneider und Alice Schwarzer
© Gabriele Jakobi/Bons Kunden

In der Nacht zum 12. Dezember 1976 beantwortete Romy Schneider in einem exklusiven Interview die Fragen der engagiertesten Feministin der Gegenwart. 40 Jahre später stellt Alice Schwarzer ihre Aufnahmen für Patrick Jeudys Dokumentation zur Verfügung und kommentiert dieses Gespräch. Bei dieser Begegnung kommt Alice Schwarzer der Starschauspielerin sehr nahe, die sich ihr offen anvertraut. Romy Schneider ist hin- und hergerissen zwischen ihrer Doppelrolle als Frau und Filmikone, zwischen Deutschland und Frankreich. Sie drückt unter anderem ihre Wut und Verzweiflung darüber aus, dass sie als Schauspielerin in „Sissi“ zum „deutschen Volksgut“ und zur weiblichen Projektionsfläche wurde, die nichts mehr mit ihrem wahren Ich zu tun hatte.

Der Dokumentarfilm 2017 läuft ab 22:05 Uhr auf Arte.

Quelle: Kunst

Bildquelle:

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