Streaming-Tipp: 10 einzigartige, kompromisslose Filme und eine gigantische Must-See-Serie – Alles aus einer Hand! – Filmnachrichten

Posted on
Streaming-Tipp: 10 einzigartige, kompromisslose Filme und eine gigantische Must-See-Serie – Alles aus einer Hand!  – Filmnachrichten

Anlässlich seines 40. Todestages erinnert LaCinetek an Rainer Werner Fassbinder, den energiegeladenen und umstrittenen Regisseur: Zehn seiner stärksten Filme und die Reihe „Berlin Alexanderplatz“ stehen ab sofort zum Download bereit.

5255919
Die bitteren Tränen der Petra von Kant © 1972 RAINER WERNER FASSBINDER STIFTUNG

+++ Meinung +++

„Ich will für das Kino sein, was Shakespeare für die Bühne, Marx für die Politik und Freud für die Psychologie war: jemand, nach dem nichts mehr so ​​ist wie früher“, sagte der facettenreiche Rainer Werner Fassbinder über sich. Das mag zunächst vermessen erscheinen, zeigt aber einen immensen Wunsch, etwas zu bewegen, etwas zu verändern und ein Vermächtnis hinterlassen zu können. Und das ist dem Filmemacher auf jeden Fall gelungen:

Obwohl er erst 37 Jahre alt war, hinterließ er mehr als 40 Filme und zwei Dutzend Theaterstücke, und „vor Fassbinder“ und „nach Fassbinder“ lassen sich im deutschen Kino eindeutig trennen.. Zu den Bewunderern ihrer Arbeit gehören Martin Scorsese, „Annette“-Regisseur Leos Carax und „Carol“-Schöpfer Todd Haynes sowie „Toni Erdmann“-Regisseurin Maren Ade. Und damit der Kreis derer, die sich an Fassbinders Werk erinnern, wächst, feiert der Streamingdienst des Kunsthauses jetzt. LaCinetek Das deutsche Enfant terrible

» LaCinetek

Am 10. Juni jährt sich Fassbinders Todestag zum 40. Mal – ja das Portal startet bereits heute mit seinem Fassbinder-Ansatz. Im Rahmen dessen können zehn seiner denkwürdigsten Filme und seine gigantische „Berlin Alexanderplatz“-Reihe gestreamt werden.. Damit haben alle Filmfans die Möglichkeit, (erneut oder erstmals) einen Querschnitt leidenschaftlicher, eigenwilliger Regiearbeit zu erleben, wie er selten in der Filmbranche produziert wird.

Die Facetten von Fassbinder

Fassbinders Filme schaffen oft den Spagat zwischen der Reflexion der eigenen inneren Befindlichkeiten und einer Bestandsaufnahme des politischen Klimas in Deutschland.. Meist wird dies anhand von Figuren in komplizierten Zusammenhängen erzählt und durch prägnante Stellen visualisiert. Bemerkenswert ist auch, dass er viele melodramatische Filme drehte, aber selbst er vermisste dieses oft langsame kreative Feuer des Genres.

Seine thematisch verwandte „BRD-Trilogie“ bietet einen passenden Überblick über Fassbinders Werk, das in seiner Gesamtheit in Fassbinders Auswahl bei LaCinetek zu finden ist.: „Die Hochzeit der Maria Braun“ über eine unglücklich verliebte Frau in den Nachkriegsjahren. Inspiriert vom wahren Schicksal der Schauspielerin Sybille Schmitz handelt der Krimi „Die Sehnsucht der Veronika Voss“ von einem erschöpften Filmstar, der eine Affäre mit einem Sportreporter hat. Und die satirische Drama-Komödie „Lola“ über eine Dreiecksbeziehung zwischen einem Bauinspektor, einem Bordellangestellten und einem korrupten Immobilienentwickler.

Eng verwandt mit der BRD-Trilogie: das Sozialdrama „Fear Eats Soul“ über das Lebensgefühl sogenannter „Gastarbeiter“, das ebenfalls bei LaCinetek zu finden ist. Aus Fassbinders früherer Arbeit, dem Improvisationsfilm „Why is Herr R. Going Crazy?“ (dessen Dreharbeiten er nach wenigen Tagen abbrach) und „Handler of the Four Seasons“, dessen unglückliche Hauptfigur Fassbinder einen Verwandten inspirierte, gehören zum Portfolio.

In LaCineteks Retrospektive wird Fassbinders sexuelle Offenheit erneut durch den visuell wild exzentrischen SM-Beziehungsfilm „Martha“ und das Transgender-Drama „In einem Jahr mit 13 Monden“ repräsentiert, das Fassbinder zu seinen absoluten Favoriten unter seinen eigenen Filmen zählte. Abgerundet wird das Programm durch die stilistisch verwandten Queer-Filme „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ und „Faustrecht der Freiheit“.die mit paradoxen Elementen kokettieren: “Faustrecht der Freiheit” ist schockierend und voller ironischer Sprache gefilmt, aber melodramatisch und ehrlich in seinen Emotionen.

„Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ hingegen ist ein zurückhaltendes Kammermusikwerk, aber in seiner sprachlichen und bildhaften Kraft ausladend und exzessiv. Der Film ist auch das heimliche Herzstück der Retrospektive: Er ist ab dem 6. Juli 2022 unter dem Banner „Ciné-Club“ bei LaCinetek und dann zeitlich rabattiert erhältlich. Eine Einführung des französischen Regisseurs François Ozon, der Fassbinder kürzlich mit „Peter von Kant“ huldigte, wird im Anschluss ebenfalls online gestellt.

LaCinetek: So geht’s

Einige der hier erwähnten Werke Fassbinders sind auch anderswo zum Flatrate-Tarif abrufbar: „Berlin Alexanderplatz“ ist auf Netflix und auf dem Prime Video Channel verfügbar. Kunsthaus+* „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“, „Angst verschlingt die Seele“ und „Die Hochzeit der Maria Braun“ sind zu finden, „Lola“ ist über Sky Go zu sehen.

Die Streaming-Plattform LaCinetek ihrerseits hat kein Abo-Modell, sondern nutzt für ihre Inhalte ein Pay-per-Title-Modell. Es gelten die Standardpreise (außerhalb der Aktion Ciné Club): Leihtitel 2,99 € für SD und 3,99 € für HD. Um Titel digital zu kaufen, müssen Sie 7,99 bzw. 9,99 Euro bezahlen. Derzeit befinden sich mehr als 650 Produktionen auf der Plattform.

Die letzte Hommage an Fassbinder? “Peter von Kant” in der FILMSTARTS-Rezension

*Dieser Link ist ein Affiliate-Link. Wenn Sie über diese Links einkaufen oder sich anmelden, erhalten wir eine Provision. Dies hat keine Auswirkungen auf den Preis.