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Die wichtigsten Ereignisse und Berichte zu Wirtschaft, Zentralbanken und Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

EU-Parlament stimmt gegen Ausweitung des europäischen Emissionshandels

Überraschend hat das EU-Parlament gegen die Ausweitung des europäischen Emissionshandels (ETS) gestimmt. Bei der Abstimmung in Straßburg ging es darum, ob der Handel mit CO2-Zertifikaten auf die Bereiche Verkehr und Gebäude ausgeweitet werden soll. Diesen Vorschlag hat die EU-Kommission im vergangenen Jahr im Rahmen des von der EU erkämpften Klimapakets gemacht, mit dem die Europäische Union ihre CO2-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent reduzieren will.

Das Europäische Parlament stimmt für das Ende des Verbrennungsmotors

Das Ende des Verbrennungsmotors für Privatautos ist wahrscheinlicher geworden. Das EU-Parlament hat am Mittwoch in Straßburg dafür gestimmt, ab 2035 nur noch Pkw und leichte Nutzfahrzeuge ohne Diesel- oder Benzinmotor zuzulassen. Diesen Vorschlag hatte die EU-Kommission im vergangenen Jahr im Rahmen des Klimapakets „Fit für 55“ gemacht. Ziel ist es, die Emissionen dieser Fahrzeugtypen bis 2035 um 100 Prozent zu reduzieren.

Das EU-Parlament für mehr Emissionshandel im Luftverkehr

Das EU-Parlament hat sich für eine weitere Reduzierung der Flugzeugemissionen ausgesprochen. Am Mittwoch stimmte eine Mehrheit der Abgeordneten für die Anwendung des Europäischen Emissionshandelssystems (ETS) auf alle Flüge, die von einem Flughafen in der EU sowie von Island, Liechtenstein oder Norwegen abfliegen. Im vergangenen Jahr hat die EU-Kommission im Rahmen des von der Europäischen Union angestrebten Klimapakets Vorschläge zur Reduzierung der Flugzeugemissionen gemacht.

Regierung analysiert Argumente für und gegen die Überschusssteuer

Trotz des klaren Dementis von Finanzminister Christian Lindner (FDP) diskutiert die Bundesregierung weiter über das Für und Wider einer Überschussbesteuerung der Krisengewinne. „Grundsätzlich gibt es derzeit auch auf Grundlage des Koalitionsvertrags der Ampelkoalition keine Regelung zur Besteuerung von Gewinnen“, betonte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Hoffmann auf einer Pressekonferenz auf die Frage nach der Position von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). . “Allerdings werden in der Bundesregierung alle wesentlichen Argumente und Gegenargumente zur Frage dieser sogenannten Überschusssteuer diskutiert.”

Corona-Expertenrat fordert vorausschauende Vorbereitung für den Herbst

Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung fordert eine „proaktive Vorbereitung mit kurzen Reaktionszeiten“ auf mögliche Corona-Szenarien ab Herbst und hält auch Maßnahmen zur Kontaktreduzierung für erforderlich. „Die verbleibenden Impflücken und die im Laufe der Zeit abnehmende Immunität, die anhaltende Virusentwicklung und die Krankheitsaktivität anderer Atemwegserreger werden das Gesundheitssystem und die kritische Infrastruktur wahrscheinlich im Herbst/Winter erneut erheblich unter Druck setzen“, sagte das Expertengremium in seiner neuen Erklärung .

Der Deutsche Wetterdienst rechnet bis 2028 mit deutlich wärmeren Jahren

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht davon aus, dass die Jahre 2022 bis 2028 deutlich wärmer werden als im bisherigen Durchschnitt. Die Durchschnittstemperatur in Deutschland könnte “0,5 bis 1,0 Grad zu warm” sein, sagte der Wetterdienst in einer neuen Wettervorhersage in Offenbach. So lag der Durchschnitt im Zeitraum von 1991 bis 2020 bei 9,3 Grad und wurde sogar als vergleichsweise warm gemeldet.

EU-Behörde klagt über Betrugsversuche mit milliardenschweren Corona-Impfstoffen

Die Betrugsbekämpfung der EU hat im vergangenen Jahr Betrugsversuche mit milliardenschweren Falschangeboten von Corona-Impfstoffen aufgedeckt. Wie die Olaf-Behörde in ihrem Jahresbericht 2021 betonte, handelt es sich um Angebote angeblicher Mittelsmänner im Zusammenhang mit dem Verkauf großer Mengen von Impfstoffen. Ziel der Betrüger war es, staatliche Stellen in EU-Staaten zu hohen Anzahlungen zu bewegen und dann „mit dem Geld zu verschwinden“.

Der Iran kündigt die Schließung der Kammern der Internationalen Atomenergiebehörde an

Der Iran hat die Schließung mehrerer Überwachungskameras der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in iranischen Nuklearanlagen angekündigt. Die Kameras seien eine „Geste des guten Willens“, aber von der IAEA „als Verpflichtung angesehen“, teilte die iranische Atombehörde am Mittwoch mit. Der Schließung gingen wochenlange Spannungen zwischen dem Iran und westlichen Ländern voraus.

Entgegen den Erwartungen sind die US-Rohölvorräte gestiegen

Entgegen den Erwartungen sind die US-Rohölvorräte in der Woche zum 3. Juni gestiegen. Nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) stiegen sie im Vergleich zur Vorwoche um 2,025 Millionen Barrel. Dagegen hatten von Dow Jones Newswires befragte Analysten einen Rückgang um 1,9 Millionen Barrel prognostiziert. Die Lagerbestände fielen letzte Woche um 5,068 Millionen Barrel. In den am Vortag veröffentlichten Daten des privaten American Petroleum Institute (API) war ein Plus von 1,8 Millionen Barrel zu verzeichnen.

DJG/DJN/AFP/apo/brb

(ENDE) Dow Jones Newswires

8. Juni 2022 13:00 ET (17:00 GMT)