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Die wichtigsten Ereignisse und Berichte zu Wirtschaft, Zentralbanken und Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Bis 2026 prognostizieren Finanzbeamte zusätzliche Einnahmen von 220,4 Milliarden Euro

Die deutschen Finanzbehörden können in den kommenden Jahren mit deutlich höheren Steuereinnahmen rechnen als bisher angenommen, der Bund hat aber laut Finanzminister Christian Lindner (FDP) wegen der noch zu finanzierenden Hilfspakete keinen zusätzlichen finanziellen Spielraum. Bis einschließlich 2026 dürften rund 220,4 Milliarden Euro mehr als im November 2021 erwartet in den Staatskassen landen.

Lindner bereitet Grunderwerbsteuererleichterungen vor

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) bereitet eine Reform der Grunderwerbsteuer vor, die nach dem von ihm favorisierten Vorschlag den Ländern die Möglichkeit bietet, einen auf Null ermäßigten Steuersatz festzusetzen. Das sagte Lindner bei einer Pressekonferenz zur Steuerschätzung in Berlin. „Die Koalition hat mich beauftragt, eine Lockerung der Grunderwerbsteuer vorzubereiten, das steht im Koalitionsvertrag“, erklärte er.

Die OPEC senkt die langen Angebots- und Nachfrageprognosen 2022 erneut

Nach Schätzungen der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) wird ein Cocktail aus hoher Inflation, strafferer Geldpolitik und dem Krieg in der Ukraine in diesem Jahr einen größeren Einfluss auf das globale Wirtschaftswachstum und die Ölnachfrage haben als bisher angenommen . Der Monatsbericht zeigt, dass das Kartell seine Prognose für das tägliche Wachstum der Ölnachfrage zum zweiten Mal in Monaten um 320.000 Barrel auf 3,47 Millionen Barrel gesenkt hat.

Kreml: Finnlands NATO-Beitritt wäre eine Bedrohung für Russland

Die Führung in Moskau glaubt, dass ein NATO-Beitritt Finnlands “eindeutig” eine Bedrohung für Russland darstellen würde. Wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow es ausdrückte, würde eine Ausweitung des Militärbündnisses und eine Annäherung der Nato an die russischen Grenzen “die Welt und unseren Kontinent nicht stabiler und sicherer machen”. Moskau werde “militärisch” reagieren, teilte das Außenministerium in Moskau mit.

Habeck: Die Gasversorgungssituation ist überschaubar

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hält die Gasversorgungslage trotz der russischen Sanktionen gegen Gazprom-Germania-Tochterunternehmen für „überschaubar“. 31 europäische Unternehmen seien von dem Kreml-Erlass betroffen, “darunter auch Gazprom Germania und einige ihrer Tochtergesellschaften”, sagte Habeck in einer kurzen Stellungnahme.

Gazprom stellt die Nutzung der polnischen Ölpipeline ein

Der russische Energiekonzern Gazprom gab am Donnerstag bekannt, dass er die Gaslieferungen durch den polnischen Teil der Jamal-Europa-Gaspipeline einstellen wird. Hintergrund ist, dass Russland am Mittwoch als Reaktion auf westliche Sanktionen Sanktionen gegen mehr als 30 Energiekonzerne verhängt hat. Dazu gehört auch die polnische Europol Gaz SA, der der polnische Teil der Pipeline gehört.

Die EU-Kommission will neue Wege für die Agrarexporte der Ukraine finden

Angesichts des stagnierenden Getreideexports der Ukraine aufgrund der russischen Blockade ukrainischer Häfen will die EU-Kommission neue Exportwege auf dem Landweg finden. Angesichts der Bedrohung der globalen Ernährungssicherheit durch die Hafenblockade „müssen dringend alternative Logistikrouten geschaffen werden“, sagte die EU-Kommission am Donnerstag. Die Brüsseler Behörden setzen auf Lastwagen und Güterzüge.

Putin: Sanktionen schaden den westlichen Ländern mehr als Russland

Russlands Staatschef Wladimir Putin hat miterlebt, wie westliche Länder ihre eigene Wirtschaft durch Sanktionen gegen Moskau schädigten. Westliche Länder seien „von Russophobie getrieben“ und die Sanktionen „versetzen ihren eigenen nationalen Interessen, ihrer eigenen Wirtschaft und dem Wohlstand ihrer eigenen Bürger einen viel härteren Schlag“ als Russland, sagte Putin. Besonders deutlich wird dies durch hohe Inflationsraten.

EU warnt London vor einseitigen Änderungen des Nordirland-Protokolls

Die EU hat Großbritannien vor einseitigen Änderungen des Nordirland-Protokolls gewarnt. “Einseitige Maßnahmen” seien “einfach inakzeptabel”, sagte Kommissionsvizepräsident Maros Sefcovic nach einem Telefonat mit der britischen Außenministerin Liz Truss. Ein Alleingang des Vereinigten Königreichs würde das Vertrauen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich „untergraben“, fügte Sefcovic hinzu.

Die US-Erzeugerpreise steigen wie erwartet im April

Der Inflationsdruck auf Erzeugerebene in den USA ließ von den hohen Niveaus im April leicht nach. Die Erzeugerpreise stiegen laut Mitteilung des Arbeitsministeriums um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und lagen um 11,0 (revidiert März: 11,5) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen monatlichen Anstieg von 0,5 Prozent prognostiziert.

US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen leicht

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen der US-Arbeitslosenversicherung stieg in der Woche zum 7. Mai 2022. Im Vergleich zur Vorwoche stieg sie saisonbereinigt von 1.000 auf 203.000, teilte das US-Arbeitsministerium in Washington mit. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten jedoch einen Rückgang auf 194.000 prognostiziert. Der Wert der Vorwoche wurde von ursprünglich 200.000 auf 202.000 revidiert.

DJG/DJN/AFP/jhe

(ENDE) Dow Jones Newswires

12. Mai 2022 13:00 ET (17:00 GMT)