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Die wichtigsten Ereignisse und Berichte zu Wirtschaft, Zentralbanken und Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Die deutschen Einzelhandelsumsätze für März wurden höher revidiert

Die deutschen Einzelhandelsumsätze haben sich im März besser entwickelt als zunächst angenommen. Wie die Bundesbank mitteilt, stieg der Umsatz gegenüber dem Vormonat real um 0,9 Prozent. Das Statistische Bundesamt (Destatis) hatte ein vorläufiges Minus von 0,1 Prozent gemeldet. Demnach ging der Jahresumsatz um 1,7 Prozent zurück.

Arbeitsminister Heil warnt vor neuer Wirtschaftskrise und Stagflation

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat wegen eines möglichen Gasembargos vor einer neuen Wirtschaftskrise und Stagflation in Deutschland gewarnt. In einem Interview mit der Rheinischen Post versprach Heil zudem weitere Erleichterungen, wenn die Inflation hoch bleibe. „Ein einseitiges Gasembargo Deutschlands beispielsweise gegen Russland würde uns in eine doppelte Krise stürzen, dann wären wir in einer Stagflation, also in einer Wirtschaftskrise und noch weiter steigenden Preisen“, sagte Heil der Zeitung.

Powell: „Sanfte Landung“ nicht nur in den Händen der Fed

Laut ihrem Vorsitzenden Jerome Powell hat die US-Notenbank keine vollständige Kontrolle darüber, ob ihre straffere Geldpolitik die Wirtschaft in eine Rezession führen wird oder nicht. Powell sagte in einem Radiointerview: „Die Frage, ob wir tatsächlich eine sanfte Landung hinbekommen oder nicht, kann tatsächlich von Faktoren abhängen, die wir nicht selbst kontrollieren“, sagte Powell. Was die Fed kontrollieren kann, ist die Nachfrage in der Wirtschaft. Sie werde versuchen, “die Nachfrage so zu dämpfen, dass der Arbeitsmarkt wieder ins Gleichgewicht kommt und die Inflation wieder auf 2 Prozent sinkt”, sagte er.

Senat bestätigt Powells zweite Amtszeit

Der US-Senat bestätigte den Vorsitzenden der US-Notenbank, Jerome Powell, für eine zweite Amtszeit von vier Jahren. Es wird wahrscheinlich so schwierig wie seine erste Amtszeit, da die Zentralbank mit der höchsten Inflation seit 40 Jahren konfrontiert ist. Powells Nominierung wurde am Donnerstag mit einer überparteilichen Abstimmung von 80 zu 19 angenommen.

Kuroda: Die Bank of Japan behält ihre lockere Geldpolitik bei

Der Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Haruhiko Kuroda, hat die Richtung der Geldpolitik der Zentralbank bestätigt. „Es wird erwartet, dass die Inflation kurzfristig auf etwa 2 Prozent steigen wird, aber dies wird von den Energiepreisen angetrieben und ist nicht tragbar“, sagte Kuroda in einer Rede. „Daher hält es die Zentralbank nicht für angebracht, die derzeitige geldpolitische Lockerung zu reduzieren“, fügte er hinzu.

Entscheidung über die Auslieferung von Marta hängt von der Kanzleramts-Zeitung ab

Die grün geführten Wirtschafts- und Außenministerien, die dem Bundessicherheitsrat angehören, haben bereits vor Wochen intern signalisiert, dass sie der Lieferung von Marder-Schützenpanzern in die Ukraine nicht im Wege stehen, berichtet die Bild-Zeitung. Doch die endgültige Entscheidung des Außenministeriums ist noch nicht gefallen. Der Rüstungskonzern Rheinmetall könnte in den nächsten zwei Wochen die ersten einsatzbereiten Modelle ausliefern.

UNHCR: Mehr als sechs Millionen Menschen sind aus der Ukraine geflohen

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sind mehr als sechs Millionen Menschen aus dem Land geflohen. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR bezifferte die Gesamtzahl der Flüchtlinge am 11. Mai auf 6.029.705. Mehr als die Hälfte der Menschen floh ins benachbarte Polen.

Serbien reagiert wütend auf den Antrag des Kosovo auf Mitgliedschaft im Europarat

Serbien hat wütend auf den Antrag des Kosovo auf Mitgliedschaft im Europarat reagiert. Sein Land werde “alles tun”, um Pristinas Pläne “friedlich und diplomatisch” zu durchkreuzen, sagte Präsident Aleksandar Vucic im Fernsehen. “Wir werden in den kommenden Wochen alles tun, um zu zeigen, dass wir kämpfen und unser Land retten können.” Vucic berief für Freitag eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates ein.

Die EU und Katar wollen die Atomgespräche mit dem Iran vorantreiben

Die EU und das Emirat Katar versuchen, Atomgespräche mit dem Iran voranzubringen. Notwendig sei ein “fairer” Deal für alle, sagte Katars Emir Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani bei einem Treffen mit der iranischen Führung in Teheran. Der EU-Unterhändler Enrique Mora setzte die Gespräche im Iran fort. Diplomatenkreise äußerten sich jedoch skeptisch gegenüber einem baldigen Deal.

+++ Wirtschaftsdaten +++

Malaysisches BIP Q1 +5,0 % (PROG: +4,0 %) im Jahresvergleich

DJG/DJN/AFP/apo

(ENDE) Dow Jones Newswires

13. Mai 2022 03:00 ET (07:00 GMT)