Unsicherheit: Meta-Aktien schwächer Pre-Market: Universum voller Herausforderungen | Nachrichten

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Neben steigendem Druck der Behörden muss das Unternehmen auch an neuen Datenschutzmaßnahmen bei der Konkurrenz von Apple und Rivale Tiktok knabbern. Jetzt muss CEO Mark Zuckerberg eine neue Frau oder einen neuen Mann für das Tagesgeschäft finden. Was bei Meta los ist, wie Analysten die Aktie sehen und wie sich der Aktienkurs zuletzt entwickelt hat.

WAS IST IM ZIEL:

Nach einer Zeit der Verunsicherung bei den Anlegern konnte die Facebook-Gruppe zumindest bei den Nutzerzahlen wieder ein wenig glänzen. Diese waren im ersten Quartal deutlich besser als zum Ende des vergangenen Jahres. Denn davor war die Zahl der täglichen Nutzer leicht zurückgegangen, ein Warnsignal für viele Anleger. In der Vergangenheit hat Meta die zunehmende Konkurrenz durch die Kurzvideo-App Tiktok als Hauptgrund anerkannt.

Nun behauptet Meta, zumindest teilweise das Ruder gedreht zu haben. Die interne Kopie von Tiktok Reels sei ein Erfolg, sagte Zuckerberg in einer Telefonkonferenz Ende April. Auf Facebook machen Videokonten die Hälfte der Nutzungszeit aus, und Reels verzeichnen Zuwächse. Generell lief es für den Konzern nicht so gut wie zuvor.

Unterdessen erschweren die neuesten Datenschutzmaßnahmen von Apple Plattformen wie Facebook und Facebook die Geschäftstätigkeit. Snapchat. Der für seine iPhones bekannte Konzern hat vor einem Jahr durchgesetzt, dass App-Entwickler zunächst die ausdrückliche Erlaubnis der Nutzer einholen müssen, bevor sie Informationen über deren Verhalten über verschiedene Dienste und Websites sammeln dürfen. Viele Nutzer lehnten dies ab. Meta beschwert sich darüber, dass dies die Personalisierung von Anzeigen erschwert hat.

Meta wird in Zukunft wahrscheinlich auch mehr Hindernissen von Behörden auf der ganzen Welt ausgesetzt sein. In Deutschland will das Bundeskartellamt Meta wegen seiner “herausragenden Bedeutung für den marktübergreifenden Wettbewerb” stärker in den Fokus rücken. Mit einer Einstufung könnte sie dann Praktiken verbieten, die ihrer Meinung nach den Wettbewerb gefährden.

Im Januar wurde Googles Mutterkonzern Alphabet als solches Unternehmen eingestuft. Apple und Amazon werden noch untersucht. Die US-Regierung geht sogar noch weiter und will die Metagroup vor Gericht spalten, indem sie Instagram und WhatsApp trennt.

Kürzlich wurde in Meta eine weitere Baustelle eröffnet: Top-Managerin Sheryl Sandberg, die als sogenannte COO das Tagesgeschäft verantwortete und als Zuckerbergs rechte Hand galt, verlässt den Online-Riesen. . . Er wolle sich künftig stärker auf seine karitativen Aktivitäten konzentrieren, hieß es.

WIE DIE AKTION FUNKTIONIERT:

Es gab schon viel bessere Zeiten für Meta-Aktien. Seit der Preis vor vier Monaten nach der Veröffentlichung schwacher Benutzerdaten abgestürzt ist, hat sich der Preis nicht wirklich erholt und liegt in letzter Zeit unter 200 US-Dollar. Mit rund 198 US-Dollar pro Aktie notiert die Aktie etwa auf dem Niveau kurz nach dem Corona-Crash im Frühjahr 2020.

Lange schien der Kurs nur die Richtung nach oben zu kennen, bis im vergangenen September Anleger für eine Aktie des amerikanischen Konzerns mehr als 380 Dollar zahlen mussten, fast doppelt so viel wie heute. In den Wochen nach dem Rekord tendierte es jedoch nach unten, bevor es infolge eines Rückgangs der Zahl der täglich aktiven Facebook-Nutzer zusammenbrach. Der Kursrückgang seit diesem Tag Anfang Februar beträgt rund 40 Prozent. Zum Vergleich: Der US-Technologieindex NASDAQ 100 verlor in diesem Zeitraum nur etwas mehr als zehn Prozent.

Wer seit Ende April 2020 Meta-Aktien gekauft hat, muss noch immer blanke Nerven haben. Es stimmt, dass kurzfristig orientierte Anleger derzeit den Blick in die Röhre werfen. Aktionäre, die die Aktien des Unternehmens seit fünf Jahren besitzen, könnten sich dagegen darüber ärgern, dass sie die Aktie nicht zum vorherigen Höchststand von 384,33 US-Dollar verkauft haben. Sie können jedoch mit fast einem Viertel Vorteil gegenüber dem Kaufpreis rechnen.

Für Investoren, die seit dem Börsengang dabei sind, beträgt die Steigerung knapp über 400 Prozent. Das 2004 gegründete Unternehmen ist an der Börse derzeit rund 525 Milliarden US-Dollar wert und liegt damit hinter den fünf US-amerikanischen Technologieunternehmen mit der niedrigsten Marktkapitalisierung. Amazon wiegt mehr als das Doppelte (1,27 Milliarden Dollar). Nummer drei ist Googles Muttergesellschaft Alphabet mit rund 1,5 Billionen US-Dollar.

Microsoft schafft eine Marktkapitalisierung von rund zwei Billionen Dollar und ist damit das zweitwertvollste Technologieunternehmen der Welt. Apple steht mit Abstand an der Spitze der Tech-Unternehmen. Das für das iPhone bekannte Unternehmen war Anfang des Jahres zeitweise etwas über 3 Milliarden Dollar wert; derzeit rund 2,4 Mrd.

Der Anstieg des Aktienkurses von Meta in den letzten Jahren hat den umstrittenen Gründer und CEO des Unternehmens, Marc Zuckerberg, zu einem der reichsten Menschen der Welt gemacht. Aufgrund der jüngsten Probleme an der Börse fiel es jedoch kürzlich aus den Top Ten in diesem Ranking heraus. Die Nachrichtenagentur Bloomberg schätzte sein Vermögen auf knapp über 70 Milliarden Dollar.

Sie besitzt keine der sogenannten A-Aktien, die an einer Börse gehandelt werden. Sie besitzt die Mehrheit der sogenannten B-Aktien von Meta, die nicht börsennotiert sind, aber zehn Stimmrechte haben. Sie hat mehr als die Hälfte der Stimmrechte und kann Meta kontrollieren, obwohl sie nur etwas mehr als zehn Prozent des Kapitals besitzt.

WAS ANALYSTEN SAGEN:

Trotz der jüngsten Nachrichten, die oft negativ waren, äußerten sich die von der Nachrichtenagentur Bloomberg berichteten Analysten überwiegend positiv zu Meta. 43 von 61 Experten empfehlen das Papier zum Kauf. Das Kursziel schwankt zwischen 200 und 370 US-Dollar.

Zuvor hatten Experten ihre Erwartungen allerdings entweder deutlich heruntergeschraubt oder wieder angehoben, nachdem das Nutzerwachstum auf Facebook deutlich gestiegen war. Insgesamt lief es für die Gruppe nicht so rund wie früher. So hat der Konzern beispielsweise die Erwartungen an das Umsatzwachstum nicht erfüllt. Bis zum durchschnittlichen Ziel von rund 280 US-Dollar hat die Aktie derzeit noch viel Luft nach oben.

Der Skeptiker Nicolas Cote-Colisson von der britischen Investmentbank HSBC glaubt unterdessen nicht, dass die Muttergesellschaft von Facebook mit einer Stabilisierung der Kundenzahlen im ersten Quartal wieder auf Kurs kommt. Das Unternehmen steht vor einer Reihe von Herausforderungen, darunter die Konkurrenz durch andere schnell wachsende Online-Plattformen wie Tiktok, die Auswirkungen des russischen Angriffs auf die Ukraine und wettbewerbsrechtliche Risiken. Cote-Colisson senkte ebenfalls sein Kursziel und ist mit 200 $ am rückläufigsten.

Lloyd Walmsley von der Schweizer Großbank UBS ist da anders und mit einem Ziel von 310 Dollar auch viel hoffnungsvoller. Der Analyst erwartet, dass die zweite Jahreshälfte besser wird. Sie nutzt unter anderem die Änderungen in den Nachrichten der Tochtergesellschaft Instagram, die Kunden dazu verleiten sollen, noch mehr Zeit auf der Plattform zu verbringen.

Vor dem Handel verloren die an der NASDAQ notierten Meta-Aktien 0,54 Prozent auf 193,20 Euro.

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