Verpackung: Angst vor Verkaufsverbot treibt Ansturm auf Registrierung | Nachrichten

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MÜNCHEN (dpa-AFX) – Aus Angst vor drohenden Verkaufsverboten beteiligen sich ausländische Online-Händler beispielsweise aus China oder den USA erstmals stark an den Entsorgungs- und Recyclingkosten ihrer Verpackungen in Deutschland. Vor der Verschärfung des Verpackungsgesetzes, die am 1. Juli in Kraft tritt, werden täglich rund 3.500 Unternehmen im Verpackungsregister registriert, wie Vorstandsmitglied Gunda Rachut am Donnerstag mitteilte. „Ich denke, die Kurve wird in den nächsten vier Wochen wieder deutlich nach oben gehen.“ Laut dem Anwalt sind chinesische und US-amerikanische Online-Händler sehr stark vertreten.

Seit 1993 sind Unternehmen in Deutschland wie der Grüne Punkt und andere Unternehmen zur „Systembeteiligung“ bei der Entsorgung und Verwertung von Verpackungen verpflichtet, was mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Für ausländische Importeure war diese Pflicht jahrelang eher theoretisch, da viele Händler sich und ihre Verpackungen nicht in Deutschland registrieren.

Mit dem rasanten Wachstum des Online-Handels führte dies zu einer Zunahme von Beschwerden heimischer Unternehmen, weil ausländische Händler Kosten sparten. Wie viele Online-Händler aus dem In- und Ausland Produkte in Deutschland verkaufen, ist nicht bekannt. Das Containerregister beläuft sich auf mehrere Hunderttausend. Laut Rachut haben sich bisher rund 366.000 Unternehmen registriert. Gut ein Drittel davon hat sich in diesem Jahr angemeldet.

Wer sich nicht vor dem 1. Juli im öffentlichen Verpackungsregister „Lucid“ registriert hat, darf nicht mehr verkaufen. Große Marktplätze wie Amazon und eBay müssen künftig nicht registrierte Händler sperren. Deshalb drängen Unternehmen dort tätige Verkäufer, sich zu registrieren. „Plattformen verdienen Geld mit ihren Distributoren. Sie haben kein Interesse daran, Geschäfte zu schließen“, sagte Rachut. „Das ist das Gute für uns, dass wir es nicht selbst machen müssen, sondern sie (Online-Marktplätze) ein Eigeninteresse haben.“

Die Novelle des Verpackungsgesetzes richtet sich nicht nur an ausländische Versandhändler, sondern auch an inländische Unternehmen, die sich bisher oft einer „Systembeteiligung“ entziehen. Alle Unternehmen, die Produkte zum Mitnehmen verkaufen und verpacken, müssen sich ebenfalls registrieren. Dazu gehören Bäcker und Metzger, aber auch Pommes- und Wurststände, Blumenläden und Apotheken, die Salben in Plastikdosen abfüllen./cho/DP/jha

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