voestalpine-Aktie steigt: voestalpine erzielt 2021/22 Milliardengewinn | 08.06.22

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Inmitten der Corona-Krise hat der Linzer Stahlkonzern voestalpine 2021/22 einen Rekordgewinn von 1,3 Milliarden Euro erzielt, wie das Unternehmen am Mittwoch im Vorfeld der Jahrespressekonferenz mitteilte.

Im Vorjahr waren es nur 31,7 Millionen Euro gewesen. Die Dividende wird nun deutlich gegenüber dem Vorjahr von 0,5 Euro auf 1,2 Euro je Aktie steigen. Angesichts des Krieges in der Ukraine trübte sich die Marktstimmung jedoch zu Beginn des Geschäftsjahres 2022/23 ein.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verdoppelte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 2,3 Milliarden Euro. Angesichts des unsicheren globalen Umfelds, einschließlich Lieferkettenproblemen, ist es unwahrscheinlich, dass diese Aktie in diesem Jahr gehalten wird. Das Management erwartet für 2022/23 ein EBITDA von 1,8-2,0 Mrd. Euro, wobei mit einer weiteren Entwicklung im zweiten Halbjahr noch nicht zu rechnen ist. Stichwort Energiepreise oder konzertierter Austritt von russischem Öl und Gas aus der EU.

Die EBITDA-Marge verbesserte sich 2021/22 von 10,5 auf 15,4 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verdreifachte sich im Jahresvergleich von 338,2 Millionen Euro auf knapp 1,5 Milliarden Euro. Die EBIT-Marge stieg von 3,1 auf 9,7 Prozent.

Trotz eines herausfordernden Umfelds, das durch die globale COVID-19-Pandemie, Lieferkettenprobleme, massive Anstiege der Rohstoff- und Energiepreise und zuletzt die Auswirkungen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine gekennzeichnet ist, hat Voestalpine zum 31 umsatzseitig und haben das ertragsmäßig erfolgreichste Geschäftsjahr der Konzerngeschichte abgeschlossen”, teilte der Konzern mit. 2021/22 stieg der Umsatz um knapp 37 Prozent von 10,9 auf 14,9 Milliarden Euro. Am Ende stand ein Überschuss (EPS) je Aktie von 7,28 Euro (Vorjahr: 0,24 Euro).

Mit solch rosigen Ergebnissen dürfte es erst einmal vorbei sein. Der Ausbruch des Ukraine-Krieges mit darauffolgenden Sanktionen gegen Russland seit Februar beendete abrupt die starke Erholungsdynamik der wirtschaftlichen Entwicklung nach dem Ende der pandemiebedingten Restriktionen. Dies bremste erneut die konjunkturelle Entwicklung in Europa. Auch in Nordamerika hat sich das Wirtschaftswachstum im Schlussquartal des Geschäftsjahres 2021/22 unerwartet verlangsamt. Chinas Null-COVID-Strategie verringert nicht nur die wirtschaftliche Dynamik im eigenen Land, sondern lässt aufgrund der engen Verflechtung globaler Wertschöpfungsketten auch mit Auswirkungen auf Europa und Nordamerika rechnen.

voestalpine beschäftigte weltweit 50.225 Mitarbeiter (2020/21: 48.654).

Im Morgenhandel in Wien stieg die voestalpine-Aktie zeitweise um 0,71 Prozent auf 28,44 Euro.

kre/ivn

APA