ZUSAMMENFASSUNG: Aufgrund von Streikankündigungen von Hafenarbeitern drohen Lähmungen in Seehäfen | Nachrichten

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HAMBURG (dpa-AFX) – Erstmals seit Jahrzehnten droht wegen eines Warnstreiks von Hafenarbeitern in Deutschlands wichtigsten Seehäfen ein Stillstand der Schiffsabfertigung. Die Gewerkschaft Verdi kündigte am Donnerstag im Vorfeld der am Freitag begonnenen dritten Verhandlungsrunde im Tarifstreit zwischen deutschen Hafenunternehmen mehrstündige Arbeitsniederlegungen in Hamburg, Emden, Bremen, Bremerhaven und Wilhelmshaven während der Nachtschicht an. Das bisherige Angebot des Zentralverbands Deutscher Hafenunternehmen (ZDS) für die rund 12.000 Beschäftigten sei unzureichend und werde der Situation nicht gerecht, begründete Verdi-Verhandlungsführerin Maya Schwiegershausen-Gth am Mittwoch den Warnstreik in Hamburg. Die Bosse bezeichneten die Warnstreiks als unverantwortlich und inakzeptabel.

„Die Hafenkollegen sind sauer. Sie wollen ein vernünftiges Angebot“, sagte Schwiegershausen-Gth. Schließlich haben sie während der Pandemie extreme Flexibilität gezeigt und viel Mehrarbeit geleistet. Sie seien “an die Grenzen ihrer Belastbarkeit und teilweise weit darüber hinausgegangen. Sie haben die Dinge mit eigener Hand am Laufen gehalten”, betonte der Verdi-Verhandlungsführer. Mit Ausnahme des Automobilsektors sind die Umschlagsmengen in fast allen Bereichen sogar gestiegen.

Damit sind auch die Forderungen von Verdi an die 58 Tarifgesellschaften in Niedersachsen, Bremen und Hamburg berechtigt. Die Gewerkschaft fordert unter anderem einen nicht näher bezeichneten „echten Inflationsausgleich“ und eine Erhöhung des Stundenlohns um 1,20 Euro. Der Arbeitgeberverband hat bisher zwei Erhöhungen in diesem und im nächsten Jahr von 3,2 und 2,8 Prozent und pünktliche Zahlungen für insgesamt 600 Euro angeboten. Schwiegershausen-Gth hält es für gerechtfertigt, dass eine Stundenlohnerhöhung um 1,20 Euro bei Gehältern von knapp 15 Euro auf gut 28 Euro pro Stunde eine Lohnsteigerung von bis zu 14 Prozent bedeute. Das war angesichts der Belastung absolut verdient.

ZDS-Unterhändlerin Ulrike Riedel hingegen nannte den Warnstreik unverantwortlich und inakzeptabel. Die Bosse legten ein Angebot vor, das die Reallohneinbußen der Arbeiter kompensierte. Dieses Angebot passt auch zu vielen anderen aktuellen Verdi-Tarifverträgen. „Wir fordern die Verdi-Bundestarifkommission auf, von Streiks abzusehen und auf Basis unseres guten ersten Angebots zu verhandeln“, betonte Riedel.

Durch die Corona-Pandemie und das damit verbundene weltweite Chaos in der Containerschifffahrt steht der Hafenbetrieb derzeit unter extremem Druck. Gestörte Lieferketten mit teils wochenlanger Verspätung von Containerriesen haben dazu geführt, dass an den Häfen kaum noch Parkplätze vorhanden sind, da Container, die sonst in wenigen Stunden in die eine oder andere Richtung transportiert würden, nun zwischengelagert werden müssen. vorübergehend. Andererseits warten immer mehr Schiffe auf ihre Abfertigung und liegen bereits in der Deutschen Bucht fest./klm/kf/DP/jha

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