ZUSAMMENFASSUNG: Carl Zeiss Meditec bekämpft Lieferkettenprobleme mit höherem Wachstum | Nachrichten

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JENA (dpa-AFX) – Für den Medizintechnikkonzern Carl Zeiss Meditec geht es weiter aufwärts. Beim Spezialisten für Operationsmikroskope, Laser und Optiken für die Augenheilkunde stiegen Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 (Ende September), der Auftragseingang überschritt die Milliardengrenze. „Die Supply-Chain-Situation im Ausrüstungsgeschäft hat sich in den letzten Monaten verschlechtert, unter anderem durch den Ukraine-Krieg und den Covid-19-Lockdown in China“, sagte Vorstandschef Markus Weber laut einer Mitteilung vom Freitag in Jena. “Umso zufriedener bin ich mit diesem guten Halbjahresergebnis.” Die im MDAX notierte Aktie legte kurz nach dem Börsengang deutlich zu.

Obwohl der Vorstand seine Jahresprognose bestätigt, wird für das dritte Quartal mit einer weiteren Zunahme von Engpässen und Lieferunterbrechungen gerechnet. Zudem rechnet das Management vor allem im laufenden Quartal mit Umsatzeinbußen aufgrund von Lockdowns in China, weil dort der Betrieb erneut verschoben wird.

Der Vorstand ist jedoch zuversichtlich, dass die durch die Schließungen in den Hauptstädten verursachten kommerziellen Einschränkungen im laufenden Geschäftsjahr kompensiert werden können. „Die Erfahrungen mit dem bundesweiten Lockdown vor zwei Jahren haben gezeigt, dass sich das Geschäft schnell erholt hat und es einen Erholungsprozess gab“, sagte Finanzvorstand Justus Felix Wehmer am Freitag der Nachrichtenagentur dpa.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 11,5 Prozent auf 855,4 Millionen Euro, wie die Thringer-Gruppe mitteilte. Alle Geschäftsbereiche und Regionen trugen zum Anstieg bei. Noch stärker stiegen die Auftragseingänge um fast 31 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 177,3 Mio. € nach 162,7 Mio. € im Vorjahr. Der im Vergleich zur Umsatzsteigerung geringere Anstieg des Betriebsergebnisses ist den Angaben zufolge vor allem auf die derzeit höheren Investitionen des Konzerns, beispielsweise in den Vertrieb und die Produktentwicklung, zurückzuführen. Im Vorjahr profitierte die Gesellschaft zudem von außerordentlichen Erträgen aus dem Verkauf einer Immobilie.

Folglich sank die operative Marge im Berichtszeitraum auf 20,7 Prozent gegenüber 21,2 Prozent im Vorjahr. Laut einem Einzelhändler war die Marge besser als erwartet. Er lobte auch den Ausblick, der trotz wachsender wirtschaftlicher und politischer Unsicherheiten Bestand habe.

An der Börse stieg die Aktie kurz nach Beginn des Morgens um rund 2,1 Prozent auf 113,00 Euro. Doch wie viele andere befindet sich das Papier derzeit in einer schwierigen Lage und hat seit Jahresbeginn fast 40 Prozent an Wert verloren. Das ist deutlich mehr als der Gesamtmarkt: Der Mid-Stock-Index verlor in diesem Zeitraum fast ein Fünftel.

Unter dem Strich stieg der Gewinn von Zeiss Meditec im ersten Halbjahr um 28 Prozent auf fast 130 Millionen Euro. Hier wirkte sich vor allem das Finanzergebnis aus, das sich aufgrund von Sondererträgen aus der Neubewertung von Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit einer früheren Übernahme im Vorjahr verbesserte.

Unter der Führung ihres neuen Chefs Markus Weber, der seit Januar im Amt ist, kauft die Gruppe wieder ein. Zuletzt gab der Konzern im April die Übernahme der beiden Hersteller von chirurgischen Instrumenten Kogent Surgical und Katalyst Surgical aus den USA bekannt, im März stieg das niederländische Unternehmen Preceyes, ein Spezialist für Kataraktchirurgie, also Kataraktoperationen, bei ./tav ein /ngu/rot/DP/eas

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