ZUSAMMENFASSUNG: UN warnt vor Hungerwelle – Steigende Kosten durch Krieg in der Ukraine | Nachrichten

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NEW YORK (dpa-AFX) – Russlands Angriffskrieg in der Ukraine hat nach UN-Angaben neben anderen Krisen zu den größten Kostensteigerungen seit einer Generation geführt. „Für Menschen auf der ganzen Welt droht der Krieg in der Ukraine eine beispiellose Welle von Hunger und Elend auszulösen und ein soziales und wirtschaftliches Chaos zu hinterlassen“, warnten die Vereinten Nationen am Mittwoch. 1,6 Milliarden Menschen auf der ganzen Welt litten unter der komplexen Krise von Krieg, Covid-19 und Klimawandel.

Weltweit hungern wieder mehr Menschen, wie die Vereinten Nationen anprangerten. Zudem sind die Energiekosten stark gestiegen, während die Löhne und Gehälter gesunken sind. UN-Generalsekretär Antnio Guterres sagte, die Zahl der Menschen, die von Nahrungsmittelknappheit betroffen sind, habe sich in den letzten zwei Jahren verdoppelt. Bis Ende des Jahres könnten weitere 47 Millionen Menschen von Nahrungsmittelknappheit betroffen sein. “Es gibt nur einen Weg, diesen sich zusammenbrauenden Sturm zu stoppen: die russische Invasion in der Ukraine zu beenden.”

Der UN-Chef betonte, dass die Vereinten Nationen mit großem Druck an einer Lösung der russischen Getreideblockade in der Ukraine arbeiten. UN-Unterhändler haben in den vergangenen Wochen Gespräche in Moskau, Kiew, Ankara, Brüssel und Washington geführt. Diplomaten zufolge sieht die mögliche diplomatische Lösung ein Paket vor: Während die Ukraine Millionen Tonnen Getreide hauptsächlich aus der Hafenstadt Odessa über das Schwarze Meer exportieren darf, dürfen Russland und Weißrussland Düngemittel zurückbringen. zum Weltmarkt.

Details zu den Verhandlungen wollte Guterres am Mittwoch nicht preisgeben, um die Chancen auf eine Einigung nicht zu gefährden. Aufgrund der anstehenden Ernte in der Ukraine müsste innerhalb weniger Wochen eine Einigung erzielt werden, da sonst die Lagerkapazitäten im Land nicht ausreichen würden.

Die Ukraine ist einer der größten Getreideproduzenten der Welt. In der Ukraine hat Russland den Export von 20 Millionen Tonnen Getreide blockiert, hauptsächlich nach Nordafrika und Asien, das meiste davon über den Hafen von Odessa. Das ist derzeit zum Beispiel in Somalia zu spüren, wo die UNO vor einer großen Hungersnot warnt. Somalia bezieht 50 Prozent seiner Weizenimporte aus der Ukraine, 35 Prozent aus Russland.

Für das nächste Jahr befürchten die Vereinten Nationen eine Hungersnot globalen Ausmaßes. Guterres: „Bei der diesjährigen Lebensmittelkrise geht es um den fehlenden Zugang zu Nahrungsmitteln. Nächstes Jahr könnte es um den Mangel an Nahrungsmitteln selbst gehen.“/scb/DP/he