ZUSAMMENFASSUNG: US-Gipfel beginnt nach Streit um Gästeliste | Nachrichten

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LOS ANGELES (dpa-AFX) – Nach einem diplomatischen Tauziehen um die Teilnehmerliste wird US-Präsident Joe Biden das IX. Gipfeltreffen der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Los Angeles. Die Vertreter von 31 Ländern aus Nord-, Mittel- und Südamerika sowie der Karibik wollen am Freitag über drängende Fragen der Region wie Migration, wirtschaftliche Entwicklung nach der Corona-Pandemie, Gesundheitsversorgung, Ernährungssicherung und Klimawandel diskutieren. Es ist der erste Amerika-Gipfel in den USA seit dem ersten Treffen in diesem Format 1994 in Miami.

Biden will das Treffen nutzen, um den Beziehungen zwischen Nord-, Mittel- und Südamerika neue Impulse zu geben. sein Vorgänger Donald Trump die Nachbarn im Süden kümmerten ihn nicht besonders. Auf dem Gipfel wird eine Reihe von Initiativen zu Migration, Energie und Klimawandel gestartet. In letzter Zeit konzentrierte sich die Aufmerksamkeit jedoch hauptsächlich auf die Frage, wer am Gipfel in Kalifornien teilnehmen wird.

Die US-Regierung hatte die Präsidenten der autoritären Staaten Kuba, Venezuela und Nicaragua nicht zum Gipfel eingeladen. Eigentlich war das nicht überraschend, da die drei Länder keine aktiven Mitglieder der OAS sind. Kuba wurde 1962 suspendiert und 2009 wieder eingesetzt, aber die sozialistische Regierung der Karibikinsel beteiligt sich nicht an der Arbeit der OAS. Venezuela ist aus der OAS ausgetreten und Nicaragua hat einen Austrittsprozess eingeleitet.

Mehrere linke Regierungschefs wie der Präsident von Mexiko, Andrés Manuel López Obrador, der Staatschef von Bolivien, Luis Arce, und der Präsident von Honduras, Xiomara Castro, solidarisierten sich jedoch mit den nicht eingeladenen und abgesagten Politikern deine Teilnahme. Auch die Staats- und Regierungschefs von El Salvador, Guatemala, Uruguay und zweier kleiner Karibikstaaten nahmen nicht an dem Treffen teil.

Die Ablehnung der Präsidenten von Mexiko und Mittelamerika ist eine diplomatische Niederlage für Biden. Der Präsident der Vereinigten Staaten braucht Sie, um die Massenmigration aus diesen Ländern in die Vereinigten Staaten zu stoppen. Erst am Montag kehrten Tausende Menschen im Süden Mexikos in den Norden zurück. Zehntausende warten bereits an der Südgrenze der USA in der Hoffnung, in die Vereinigten Staaten einreisen zu können. Das setzt Biden auch auf nationaler Ebene unter Druck. /dde/DP/jha